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Aktienmarkt in Tokio schließt kaum verändert

Die Börse in Tokio ist nach den schweren Verlusten von Donnerstag am Freitag kaum verändert aus dem Handel gegangen.

vwd TOKIO. Die Börse in Tokio ist nach den schweren Verlusten von Donnerstag am Freitag kaum verändert aus dem Handel gegangen. Der Nikkei-225-Index gewann nach sechs Handelstagen in negativem Terrain 3,87 JPY und schloss mit 13 427,08 Yen. Der Nikkei-300-Index büßte 0,1 % bzw. 0,34 Punkte auf 255,85 ein. Der Topix legte um 0,5 % bzw. 5,72 Zähler auf 1 260,88 zu. Den 767 Kursgewinnern standen 539 Kursverlierer gegenüber. Gehandelt wurden 566,91 (727,0) Mio Aktien. Händler berichten, dass einige hoch bewertete Blue Chips durch Verkäufe ausländischer Investoren unter Druck geraten seien.

Der Markt warte auf eine mögliche kräftige Erholung an der Nasdaq, um das Vertrauen in den Aktienmarkt wiederherzustellen. Einerseits hätten viele Standardwerte von der Erholung an Wall Street vom Vorabend und den Käufen von Investmenttrusts wegen neuaufgelegter Fonds profitieren können. Aber die Investoren seien hinsichtlich etwaiger Schnäppchenkäufe vorsichtig geblieben, sagten Beobachter, weil die Unsicherheit über die Aussichten von US-Technologietiteln und die Entwicklung der US-Konjunktur die Stimmung gedrückt habe. Daher habe sich der Nikkei kaum erholt, zumal auch der Zugewinn an der Nasdaq zu gering gewesen sei, um als Startschuss für eine Aufwärtsbewegung zu gelten.

Unter den Blue Chips fielen Fuji Photo Film um 9,1 % auf 4 300 Yen, Sony gaben nach Verkäufen insbesondere durch UBS Warburg 2,7 % auf 7 560 Yen ab. Ausländische Investoren trennten sich derzeit verstärkt von japanischen Aktien und hier insbesondere von Technologiewerten, um Verluste bei US-Investments zu decken, hieß es weiter. Bridgestone brachen um 6,9 % auf 1 013 Yen ein, nachdem erneut Befürchtungen aufgekommen waren, dass Bridgestone/Firestone Klagen drohen könnten. Furukawa Electric stiegen dagegen um 7,3 % auf 2 200 Yen, weil die Anleger eine Stabilisierung der Branche an den US-Märkten erwarteten, meinten Händler. Allerdings hatte der Titel in den vergangenen sechs Sitzungen insgesamt um 30,3 % nachgegeben.

Druck lastete auch auf dem Bankenbereich. Auf Grund sinkender Aktienkurse könne der Spielraum zur Abschreibung von Problemkrediten enger werden, befürchteten Händler. So reduzierten sich Sakura Bank um 2,1 % auf 655 JPY, während Mizuho Holdings 0,9 % auf 689 000 Yen einbüßten. Letztere reagierten damit auch auf die verzögerten Bemühungen um die Restrukturierung der drei Banken unter dem Dach der Mizuho Gruppe, hieß es.



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