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Aktienmarkt New York: Dow Jones fester, Nasdaq im Minus

Ein sinkender Rohölpreis sorgte für mehr Vertrauen der Anleger in Standardwerte. Apple-Aktien verloren über 7 Prozent.

Die amerikanischen Standardwerte sind am Donnerstag überwiegend fester aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones-Index 30 führender Industriewerte schloss 0,73% im Plus bei 10.765,52 Punkten. 16 Dow Jones-Werte konnten Gewinne verbuchen, 14 machten Verluste. Der Breite-Markt-Index S&P 500 beendete den Handel jedoch mit einem Minus von 0,16% bei 1.449,05 Punkten.

Auch die Dow Jones-Spezialindizes für die Transportbranche und die Versorgerwerte lagen im Minus. Der Dow Jones-Transportation-Index notierte bei 2587.45 (-4.00%), der Dow Jones-Utilities-Index bei 366,43 Punkten (-3,56%)

Ein sinkender Rohölpreis habe wieder für mehr Vertrauen der Anleger in viele Standardwerte gesorgt, sagte Jay Saunders von Deutsche Banc Alex Brown. Das Weiße Haus will den Vorschlag von US-Vizepräsident Al Gore in Erwägung ziehen, im Kampf gegen den steigenden Ölpreis die strategischen Ölreserven der USA anzuzapfen. Gores Empfehlung sei "überlegenswert", sagte Sprecher Jake Siewert am Donnerstag in Washington.

An der New Yorker Warenterminbörse fiel darauf hin der Preis für den November-Termin-Kontrakt für den Barrel Rohöl um 1,04 USD auf einen Preis von 34,20 USD. Zu Börsenschluss lag der Preis bei 34,05 USD.

Die Forderungen Gores wertete Saunders positiv. Vor allem die Aktien von Öl-Service-Unternehmen könnten in den kommenden Tagen noch zulegen, meinte der Analyst. Im einzelnen nannte er Baker Hughes , Halliburton , Varco International und Weatherford International . Die Aktien von Baker Huges waren zu Handelsschluss 1,94% im Plus bei 36,18 USD, Halliburton notierten bei 48,00 USD mit einem Plus von 1,29%, Varco standen bei 20,50 USD und einem Minus von 2,96%, Weatherford International notierten 0,43% im Plus bei 44,12 USD.

Kräftig in der Gewinnzone schlossen die Titel von Hertz . Ford Motor Co will die verbleibenden 18,5% der Anteile der Hertz Corp. übernehmen. Ford bietet nach eigenen Angaben 30 USD für jede Hertz-Aktie. Dieser Preis liege etwa 24% über dem Schlußpreis der Hertz-Aktie im Composite Index der Börse von New York vom 20. September. Hertz schlossen mit einem Plus von 30,41% bei 31,62 USD. Ford gingen mit einem leichten Minus von 1,0% bei 24,81 USD aus dem Tag.

NASDAQ haben im Minus

Die Kurse an der Technologiebörse NASDAQ haben am Donnerstag im Minus geschlossen. Der NASDAQ Composite-Index verlor 1,76% auf 3.828,88 Zähler.

Im Laufe des Handelstages schwankte das High-Tech-Barometer zwischen 3.795,08 und 3.913,87 Punkten. Insgesamt wechselten 1.563.550 Mio. Aktien an der NASDAQ den Besitzer. 2.428 Verlierer standen 1.488 Gewinnern gegenüber, 698 Titel notierten unverändert.

Nachdem US-Vizepräsident Al Gore in einer Rede gefordert hatte, die nationalen Ölreserven anzuzapfen, fielen die Preise des Rohölfutures für November um 4%. Daraufhin kauften Anleger in erster Linie Blue Chips, die in den letzten Tagen starke Kursverlusteerlitten hatten.

Der hohe Dollar bleibt weiterhin ein Gesprächsthema an der NASDAQ, da vor allem international tätige Unternehmen imnächsten Quartal Gewinneinbußen durch Kursverluste miteinberechnen, sagte ein Händler. Nach zwei freundlichen Börsentagen für die NASDAQ seien am heutigen Donnerstag auch Gewinnmitnahmen ein belastender Faktor gewesen.

Die Aktien von Apple Computer kamen nach Analystenkommentaren unter Druck und fielen bis Handelsende um 7,12% auf 56,68 USD. Gillian Munson, Analystin des Investmenthauses Morgan Stanley Dean Witter, äußerte Zweifel daran, ob der Computerhersteller die erwarteten Umsatzzahlen im vierten Quartal erreichen wird. Die große Anzahl an verbesserten iMacs, Notebooks und PowerMacs könnte dem Unternehmen selber Konkurrenz machen, da Kunden ältere Modelle im Sonderangebot erstehen könnten.

Auch die Aktien von eBay fielen der allgemeinen Schwäche an der NASDAQ zum Opfer. Das Online-Auktionshaus beendete den Börsentag 7,02% im Minus mit 71,18 USD. Die Bank Credit Suisse First Boston hatte eBay von "Aggressiv Kaufen" auf "Kaufen" heruntergestuft.



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