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Aktienmarkt schließt schwach - T-Aktie auf Jahrestief - Henkel fest

Die dritte Augustwoche gilt traditionell als die umsatzschwächste des Jahres. Die Investoren warten auf die US-Zinsentscheidung.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Deutsche Aktienmarkt hat am Montag einen impulslosen Handel schwächer geschlossen. Die Investoren in Frankfurt hielten sich nach Aussagen von Händlern vor einer für Dienstag erwarteten Zinsentscheidung in den USA zurück. "Der Gesamtmarkt ist davon eindeutig belastet", sagte Aktienhändler Thomas Engel von der Hamburger Privatbank M.M. Warburg. Das Börsenbarometer Dax schloss um 0,46 % leichter bei 7 199,34 Punkten. Der Nebenwerte-Index MDax schloss bei 4 831,99 Punkten um 0,08 % fester und damit praktisch auf dem Freitagsschluss. Am Neuen Markt lag der NEMAX 50 (Performance-Index) zuletzt um 0,07 % fester bei 5 681,29 Punkten.

Unter Börsianern gilt die dritte Augustwoche traditionell als die umsatzschwächste des Jahres, hieß es auf dem Parkett. So gaben die Börsen in Paris und London gleichfalls nach. Die im EuroStoxx-50 zusammengefassten europäischen Standardwerte beendeten den Handel bei 5 165,44 Punkten und damit um 0,29 % im Minus.

Die Deutsche Telekom war die mit Abstand schwächste Aktie im Dax. Das Papier gab 5,13 % auf 43,67 Euro ab und fiel damit auf ein Jahrestief. "Jetzt setzt sich bei den Investoren die Erkenntnis durch, dass die UMTS-Lizenzen zu teuer geworden sind", beschrieb Händler Engel die Stimmung für das Börsenschwergewicht. Am Montag wurde zudem bekannt, dass die Bonner auch für eine solche Lizenz in Schweden mitbieten würden. Andere Technologietitel blieben von Kursverlusten auch nicht verschont: Die Aktie des Softwareunternehmens SAP sank um 1,96 % auf 263,53 Euro.

An der Spitze der kurzen Gewinnerliste im Dax stand die Henkel - Aktie, die nach guten Unternehmenszahlen um 6,30 % auf 74,20 Euro und damit auf ein Jahreshoch stiegen. Fusionsspekulationen mit dem französischen Versorger Suez Lyonnaise des Eaux gaben der Aktie des Energiekonzerns E.ON Auftrieb. Der Titel beendete den Handel bei 57,47 Euro und damit um 0,82 % höher als am Freitag.

Gegen den Trend bei den Autowerten legte das Volkswagen-Papier zu. Die Aktie gewann 2,48 % auf 49,60 Euro. Ein VW-Sprecher hatte zuvor mitgeteilt, dass der Konzern eine Einigung im Streik beim Werk im mexikanischen Puebla innerhalb der kommenden Tage erwarte. Dort werden die meisten VW-Modelle für den boomenden US-Markt montiert.

Der Euro befand sich in Frankfurt unter Druck und bewegte sich nur knapp über der Marke von 90 US-Cent. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs für den Euro auf 0,9023 $ festgesetzt. Damit kostete ein $ 2,1676 DM.

Der Rentenmarkt ließ leicht nach. Der Bund-Future zehnjähriger Staatsanleihen gab um 0,4 % auf 105,11 Zähler nach. Der Rentenindex REX sank ebenfalls um 0,2 % auf 109,49 Punkte. Die Bundesbank hatte die Umlaufrendite am Nachmittag bei 5,35 (Freitag: 5,30) Prozent festgestellt.

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