Aktienmarkt unter Druck
Bayer-Kursrutsch drückt Dax auf Stand von 1996

An den Deutschen Börsen herrscht Katerstimmung. Kriegsängste und spektakuläre Einbußen bei Bayer ließen den Dax unter der Marke von 2500 Punkten schließen.

rtr FRANKFURT. Massive Kursverluste der Aktien des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer sowie verstärkte Ängste der Anleger vor einem Irak-Krieg haben den Deutschen Aktienindex (Dax) am Dienstag auf Tiefststände gedrückt.

Deutschlands wichtigster Börsenindex schloss mit einem Minus von 3,3 % bei 2485,5 Punkten. Im Handelsverlauf hatte der Dax die Marke bei 2519 Punkten - die Tiefststände von Oktober 2002 - durchbrochen und war damit auf den tiefsten Stand seit Mitte 1996 gefallen. Anhaltende Kriegsängste verhinderten eine Trendwende an den Börsen, hieß es.

Auf den Dax drückten in erster Linie die spektakulären Kursverluste der Bayer-Aktien von zeitweise über 15 %, nachdem sie bereits am Montag fast zehn Prozent gefallen waren. Auf den Titeln lasteten Händlern zufolge weiterhin Presseberichte, wonach das Leverkusener Unternehmen schon vor der Rücknahme des Medikamentes Lipobay von dessen möglicherweise tödlichen Nebenwirkungen gewusst haben soll. Der Markt fürchte finanzielle Auswirkungen für Bayer, sagten Händler. Die Papiere schlossen 13,9 % im Minus bei 12,3 ?.

Die Aktien des Industriegase- und Gabelstaplerspezialisten Linde gaben 6,5 % auf 25,5 ? nach. Am Mittwoch werden Zahlen des Wiesbadener Unternehmens für das Geschäftsjahr 2002 erwartet.

Einer der raren Lichtblicke im Dax waren die Papiere des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care, die nach der Vorlage von über den Analystenerwartungen liegenden Zahlen 6,1 % auf 41,8 ? stiegen.

Der Nebenwerteindex MDax schloss 1,4 % im Minus bei 2819,2 Punkten, der Auswahlindex des Neuen Marktes Nemax50 verlor zwei Prozent. Bei Börsenschluss in Frankfurt notierte der Standardwerteindex Dow Jones in den USA 0,4 % im Minus, der technologielastige Nasdaq-Index fiel 0,9 %.

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