Aktienmarkt wartet auf Daten des US-Verbrauchervertrauens
Dax profitiert von fester US-Vorgabe

Die Deutsche Telekom stützte den Markt maßgeblich, während die Technologiewerte sich leicht erholt haben.

Reuters FRANKFURT. Die deutschen Standardwerte haben am Dienstag Händlern zufolge auf Grund der positiven US-Vorgaben ihre Aufwärtsbewegung vom Vortag fortgesetzt. "Der Markt erholt sich hier ein bisschen und bildet New York nach", sagte Alexander Koch, Aktienhändler bei der KBC Bank Deutschland. Der Deutsche Aktienindex (Dax) notierte im Mittagshandel um 0,75 % oder 41 Punkte fester bei 6 234 Zählern. "Die TMT-Werte korrigieren ihre Verluste ein wenig und die Deutsche Telekom stützt den Markt maßgeblich", fügte Koch hinzu.

Indexschwergewicht Deutsche Telekom stieg im Handelsverlauf um mehr als 5 % und steuerte 27 Indexpunkte zum Gewinn bei.
Am Neuen Markt stiegen die Kurse um durchschnittlich 0,6 %.

Aktienmarkt wartet auf Daten des US-Verbrauchervertrauens

Die New Yorker Aktienmärkte hatten am Montag fester geschlossen. Händler führten die freundliche Tendenz auf sich verfestigende Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank Fed zurück. Allerdings signalisierten die für den US-Handelsauftakt maßgeblichen Futures einen schwächeren Start. "In den USA kommen fast jeden Abend irgendwelche Hiobsbotschaften wie Gewinnwarnungen, und das schafft natürlich kein Sentiment, was die Leute beruhigt", sagte Aktienhändler Koch. Zudem merke man heute am deutschen Markt bei einem umsatzschwachen Geschäft eine gewisse Unsicherheit, da um 16.00 Uhr (MEZ) die Daten des US-Verbrauchervertrauens veröffentlicht werden. Hiervon erhofften sich Marktteilnehmer Aufschluss über mögliche Zinssenkungen, hieß es.

Unter den Standardwerten ragten die Titel der Deutschen Telekom mit einem Kursgewinn von 4,6 % auf 27,60 Euro hervor. "Es ist zu früh zu sagen, dass hier eine fundamentale Neueinschätzung vorgenommen wird", sagte Koch. "Die Aktie ist sehr schnell von rund 40 Euro auf ein Niveau um 24 Euro gefallen und daher hat sie auch ein großes Aufholpotenzial. Trotzdem ist es aber nicht mehr, als eine Erholung im Abwärtstrend", fügte er hinzu.

Ihre jüngsten Verluste korrigierten auch die Aktien der Deutschen Bank , die im Zuge einer Erholung 2,6 % auf 90,94 Euro kletterten. "Deutsche Bank sind immer gesucht, wenn die Aktie die Marke von 90 Euro unterschreitet", sagte Michael Harms, Bankenanalyst bei Delbrück Asset Management. Auch habe das Thema Türkei, das in der vergangenen Woche den Aktienkurs unter Druck gesetzt hatte, bei weitem nicht die Bedeutung für die Großbank, die der Markt ihr beigemessen hatte, fügte er hinzu.

Die Aktien von Siemens , SAP und Infineon stiegen im Sog der leichten Erholungsbewegung bei Technologiewerten um durchschnittlich 1,3 %.
Dem Trend widersetzten sich die Anteilsscheine von Epcos , die Börsianern zufolge unter anderem von der Gewinnwarnung des US-Konkurrenten Sawtek unter Druck gesetzt wurden. Des weiteren belaste, dass die Deutsche Bank die Gewinnschätzung je Epcos-Aktie reduziert und das Kursziel auf 90 Euro von zuvor 105 Euro gesenkt habe. Epcos büßten 2,6 % auf 72,05 Euro ein.

Größter Verlierer im Dax waren die Papiere von Adidas-Salomon , die sich nach einer Gewinnwarnung des US-Sportausrüster Nike um knapp 6 % auf 69,95 Euro verbilligten.

Der MDax gewann 0,23 % auf 4840 Punkte.

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