Aktienplatzierung unter Führung der DG Bank
Steinberg will mit Musik-Software an die Börse

HB HAMBURG. Die Steinberg Media Technologies AG , Hamburg, nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei der Entwicklung von Software für Produzenten der Musik-, Video- und Filmindustrie, will voraussichtlich am 19. Oktober 2000 an den Neuen Markt gehen. Die Aktienplatzierung soll unter Führung der DG Bank erfolgen. Begleitende Bankinstitute seien die Landesbank Sachsen sowie Conrad Hinrich Donner Bank. Die Bieterfrist soll vom 13. bis 17. Oktober laufen. Aus einer 30 %igen Kapitalerhöhung sollen rund 2,4 Mill. Stückaktien platziert werden. An der AG sind vor dem Börsengang mit jeweils 37,7 % der Vorstandsvorsitzende Manfred Rürup sowie der Namensgeber und Gründer Karl Steinberg beteiligt. Weitere 10 % besitzt die Creative Technology Ltd., Singapur, Spezialist bei der Herstellung von Musik-Chipkarten. Weitere 1,8 % hält die Megafusion Ltd., Tokio, die für Steinberg seit längerem die Steinberg-Produkte im asiatischen Raum vertreibt.

Der Neue Markt-Kandidat ist in mehreren Bereichen aktiv. Dazu hat das Unternehmen eine Software entwickelt, mit denen Künstler ihre Musiktitel per Computer komponieren können. Als Kunden für diese Software, die unter dem Namen "Cubase" vertrieben wird, nennt der Vorstand u.a. die Musiker Phil Collins, Stevie Wonder oder Sabrina Setlur. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Software für digitale Ton- und Videostudios an. Damit könnten Clips in TV-Qualität produziert werden.

Hohe Zuwachsraten erhofft sich der Vorstand aus dem Verbrauchergeschäft. So habe Steinberg eine Software entwickelt, die es ermöglicht Titel von alten Musikkassetten oder Schallplatten auf Compact Disc (CD) zu brennen. Sie können zudem digital nachbearbeitet werden. Jüngstes Geschäftsfeld ist der Internetbereich. Gegen eine jährliche Zugangsgebühr von 200 DM können Amateurkomponisten Musikstücke in virtuellen Tonstudios produzieren. Die Software-Schmiede hat im vergangenen Geschäftsjahr mit 180 Mitarbeitern einen Umsatz von 25 Mill DM erzielt. Dabei entstand ein Fehlbetrag von 0,124 Mill. DM.

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