Aktienprogramm für 436 000 Angestellte geplant
Siemens beteiligt Mitarbeiter an "Rekordergebnis"

Siemens erwartet nach eigenen Angaben den bislang höchsten Gewinn der Firmengeschichte. Analysten rechnen mit einem Ergebnis nach Steuern und vor außerordentlichen Ergebnissen von gut 3 Mrd. Euro.

Reuters/vwd MÜNCHEN. Der Münchener Konzern wird seine Mitarbeiter am Erfolg des von Analysten prognostizierten "Rekordergebnisses" von rund 3,2 Mrd Euro beteiligen. Wie eine Sprecherin des Unternehmens gestern bestätigte, wird es eine einmalige Sonderaktion geben. Eine der Möglichkeiten wäre, ein Aktienprogramm für die 436 000 Beschäftigten, davon 181 000 im Inland, aufzulegen. Zu Zahlen, wie hoch das Aktienprogramm sein werde, wollte die Sprecherin keine Angaben machen. Wie die Sonderaktion aussehen werde, darüber werde erst am 8. November in der Aufsichtsratssitzung entschieden.



Nach Angaben der Sprecherin hat Siemens seit 1969 rund 20 % des Grundkapitals als Belegschaftsaktien ausgegeben mit einer Haltefrist von fünf Jahren. Wie viel Prozent des Aktienkapitals aber derzeit in Händen der Belegschaft seien, könne Siemens nicht sagen. Zuletzt seien 1999 mit einem deutlichen Abschlag 1,8 Millionen Belegschaftsaktien ausgegeben worden. Die Siemens-Familie sei mit 6,5 % der größte Anteilseigner, gefolgt von der Allianz AG, München, mit 2,6 %.

Einem heutigen Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge plant Siemens das Aktienprogramm mit einem Volumen von rund einer Milliarde DM augzulegen. Wie die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, soll jeder Mitarbeiter Aktien für etwa die Hälfte des Börsenkurses erwerben dürfen, wenn er im vergangenen Geschäftsjahr 1999/2000 regelmäßig bei Siemens beschäftigt war. Die Siemens-Sprecherin sagte, Details des Berichts könne sie nicht bestätigen. Es gebe zwar Überlegungen zu einer einmaligen Sonderaktion, "Dazu gibt es aber noch keine Beschlüsse", fügte sie hinzu.

Siemens erwartet für das am 30. September endende Geschäftsjahr 1999/2000 nach eigenen Angaben den bislang höchsten Gewinn der Firmengeschichte. Analysten rechnen bei dem Technologie-Konzern mit einem Ergebnis nach Steuern und vor außerordentlichen Ergebnissen von gut drei Mrd. Euro nach 1,86 Mrd. Euro in 1998/1999. Nach den ersten neun Monaten hatte Siemens einen Gewinnzuwachs von 110 % auf 2,24 Mrd. Euro verbucht. Am 8. November will der Konzern Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen.



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