Aktionäre fühlten sich unzureichend informiert
Staatsanwalt prüft Ermittlungen gegen EM.TV

Die Staatsanwaltschaft München prüft, ob sie Ermittlungen gegen das angeschlagene Medienunternehmen EM.TV einleiten wird. Aktionäre hatten Anzeige erstattet, weil sie sich unzureichend informiert fühlten.

vwd MÜNCHEN. Die Staatsanwaltschaft München hat noch nicht entschieden, ob sie gegen die EM.TV & Merchandising AG, Unterföhring, Ermittlungen einleiten wird. Zum Inhalt der bei der Staatsanwaltschaft eingegangen Strafanzeigen gegen das Unternehmen und der voraussichtlichen Dauer der Prüfung wollte sich der leitende Oberstaatsanwalt Manfred Wick am Montag auf Anfrage nicht äußern. Unter anderem hat die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) Anzeige erstattet, die dem am Neuen Markt notierten Unternehmen eine nicht korrekte Darstellung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse vorwirft.
EM.TV hat nach Angaben eines Unternehmenssprechers bislang noch keine Nachricht von der Staatsanwaltschaft erhalten. Er bekräftigte jedoch, dass das Management "nach gutem Gewissen" gehandelt habe.

Zu der Ankündigung des Münchner Filmkaufmanns Herbert Kloiber in einem Interview, er werde für den Rückkauf der 45prozentigen Beteiligung von EM.TV an der Tele München Gruppe (TMG) höchstens 600 Millionen DM zahlen, wollte sich der Sprecher nicht äußern: "Zwischen Partnern redet man miteinander, nicht über die Presse". Derzeit gebe es Gespräche zwischen Kloiber und dem EM.TV-Vorstandsvorsitzenden Thomas Haffa, aber noch keine Verhandlungen. Im Herbst 1999 hatte EM.TV für den TMG-Anteil 800 Millionen DM gezahlt.

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