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Aktionäre kritisieren Herabstufung

Aktionäre des Thyssen-Krupp-Konzerns haben sich bei der Hauptversammlung am Freitag in Essen besorgt über fallende Kurse nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Unternehmens durch die Ratingagentur Standard & Poors (S&P) reagiert. Gleichzeitig wiesen sie die Einschätzung von S&P zurück.

HB/dpa ESSEN. Das Unternehmen war unter Hinweis auf Pensionsverbindlichkeiten um zwei Stufen auf den Status von "spekulativen Anlagen" (BB+) herabgesetzt worden. Nach einem Kursrutsch am Freitag um zunächst bis zu sieben Prozent würden nun Kursabschläge von bis zu zehn Prozent befürchtet, hieß es.

"Wir sind jetzt auf Kolumbien-Niveau", sagte ein Aktionärssprecher. Für die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz bezeichnete Thomas Hechtfischer die Herabstufung als überflüssig: "Ärgerlich ist, dass der Kurs sinkt, obwohl sich bei Thyssen-Krupp nichts ändert."

Auch Konzernchef Ekkehard Schulz hatte die Einschätzung der Agentur zuvor scharf kritisiert. Gegenüber der Erstaufnahme des Ratings im Sommer 2001 habe sich die finanzielle Situation nicht verschlechtert. Das Gegenteil sei der Fall. Ein Unternehmenssprecher bezifferte die finanziellen Auswirkungen der Herabstufung auf jährlich rund 20 Millionen Euro.

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