Aktionäre kritisieren Kosten für Übernahmekampf
Dunkle Aussichten für FAG

Die Aktionäre des Wälzlager-Konzerns FAG Kugelfischer haben die Ausgaben für den spektakulären, aber erfolglosen Abwehrkampf gegen den Konkurrenten INA kritisiert.

dpa SCHWEINFURT. Der Sinn einer solchen Übernahmeschlacht müsse bezweifelt werden, sagte Wolfgang Hahn von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) am Donnerstag auf der Hauptversammlung. Die "maßlosen Millionen" müssten nun die Kleinaktionäre tragen, beschwerte sich ein Anleger.

Die FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG hatte für Anzeigen und Beratung nach eigenen Angaben mehr als 21 Millionen Euro ausgegeben. Nach zunächst zweimonatiger heftiger Gegenwehr sicherte sich die INA-Holding (Herzogenaurach) im September 2001 knapp 90 Prozent des FAG-Aktienkapitals.

Nach einem schlechten Start des Wälzlagerherstellers ins neue Jahr ist der neue FAG-Vorstandsvorsitzende und Chef der INA-Holding Schaeffler KG, Jürgen Geißinger, pessimistisch gestimmt. Nach einem "ernüchternden Ergebnis" im ersten Quartal 2002 werde FAG schlechter abschneiden als erwartet.

Den Aktionären hatte die INA-Holding bei der Mehrheitsübernahme eine Abfindung von zwölf Euro pro Stück angeboten. Es komme einer Abstrafung der verbliebenen außen stehenden Aktionäre gleich, keine Dividende auszuschütten, kritisierte DSW-Vertreter Hahn. Die Nicht- Ausschüttung einer Dividende sei werterhöhend in das Abfindungsangebot eingeflossen, entgegnete Geißinger vor rund 240 Aktionären.

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