Aktionäre müssen noch zustimmen
RWE übernimmt American Water

Die RWE AG will die ausstehenden Anteile der American Water Works Company für 46 $ je Aktie übernehmen. Der Preis entspreche einer Prämie von 36,5 % zum durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen 30 Tage, teilte der Energieversorger am Montag in Essen mit.

dpa-afx/vwd/rtr ESSEN/LODON. Der gesamte Kaufpreis belaufe sich damit auf 4,6 Mrd. $. Einschließlich der Verbindlichkeiten von rund 3,0 Mrd. $ betrage der Unternehmenswert 7,6 Mrd. $.

Die Aufsichtsräte beider Unternehmen stimmten dem Kauf demnach bereits zu. Die Transaktion stehe aber noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der American-Water-Aktionäre sowie der Kartellbehörden, hieß es. Die Transaktion werde voraussichtlich in 18 bis 24 Monaten abgeschlossen sein, teilte RWE weiter mit.

RWE will Übernahme durch Anleihe finanzieren

Der Essener Konzern will die Übernahme durch eine Anleihe finanzieren. Wie Finanzvorstand Klaus Sturany am Montag in einer telefonischen Pressekonferenz weiter mitteilte, stehe ein Zeitpunkt für die Begebung der Bonds aber noch nicht fest. Durch den Kauf von American erhöhe sich die Verschuldung des RWE-Konzerns auf rund acht Milliarden Euro.

RWE-Vorstandsvorsitzender Dietmar Kuhnt sieht die Chance, "ein erstklassig geführtes Unternehmen zu erwerben und mit einem Schlag die Nr. 1 auf dem US-Wassermarkt zu werden", heißt es in einer ergänzenden Pressemitteilung. Der RWE-Konzern sei mit Thames Water, der Führungsgesellschaft für das Kerngeschäftsfeld Wasser, schon heute die Nummer drei im weltweiten Wassermarkt. Durch die Übernahme von American Water Works würde sich, einschließlich zweier ausstehender Akquisitionen durch American Water Works, die Zahl der auf allen Kontinenten und in 44 Ländern versorgten Kunden von 43 Millionen auf 56 Millionen Kunden erhöhen.

Der Vorstandschef von Thames-Water Bill Alexander sieht in der Übernahme durch RWE "eine optimale Plattform, unser Wassergeschäft in den USA und Südamerika weiter zu entwickeln". Beide Partner wollen unverzüglich ein gemeinsames Team bilden, um sicher zu stellen, dass alle notwendigen Genehmigungsbedingungen so effizient wie möglich erfüllt werden.

American Water in 23 Bundesstaaten präsent

Nach Abschluss der Transaktion werden die Aktivitäten von Thames Water, der in London ansässigen RWE-Führungsgesellschaft für das weltweite Wassergeschäft, und American Water auf dem US-Wassermarkt zusammengeführt. Das gemeinsame Engagement in den USA und Südamerika wird von American Water geführt.

American Water ist das größte, an der New Yorker Börse notierte Wasserunternehmen der USA., wird erläutert. Das Unternehmen ist in 23 Bundesstaaten präsent. In den letzten zwölf Monaten wurden mit rund 5.000 Mitarbeitern ein Umsatz von 1,4 Mrd $ und ein Ebitda von 634 Mio $ erwirtschaftet. Der Unternehmenswert entspreche damit dem 11,9-fachen Ebitda, was unter dem Durchschnitt von vergleichbaren US-Wasser- Transaktionen liegt. Die Kapitalrendite auf das operativ gebundene Vermögen liege im zweiten Jahr der Konsolidierung über den Kapitalkosten. Bereits im ersten Jahr steige das Ergebnis pro RWE-Aktie vor Goodwill-Abschreibung.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%