Aktionäre reagieren oftmals verstimmt auf eine Wandelanleihe
Versteckte Kapitalerhöhung durch die Hintertür

Wandelanleihen sind für ein Unternehmen meist ein billiger Kredit und für die Aktionäre ein Ärgernis. Diese Wertpapiere sind zunächst Schuldverschreibungen, für die ihre Käufer feste Zinsen bekommen.

HB/dpa MÜNCHEN. Die Rückzahlung des Kredits verläuft je nach Konstrukt der Anleihe unterschiedlich. Entweder entscheiden die Anleihebesitzer oder aber das Unternehmen, ob das Geld bar oder in Form von Aktien zurückgezahlt wird.

Im Fall von Infineon ist die Anleihe wandelbar in bis zu 69 Millionen Aktien oder - nach Maßgabe der Gesellschaft - in einen gleichwertigen Barbetrag oder eine Kombination aus Barkomponente und Aktien. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren. Nach drei Jahren kann Infineon unter bestimmten Bedingungen kündigen.

Die Alt-Aktionäre reagieren allein auf die Ankündigung von Wandelanleihen oftmals verschnupft. Denn letztlich bedeuten sie eine Kapitalerhöhung durch die Hintertür. Je mehr Aktionäre an einer Aktiengesellschaft beteiligt sind, desto mehr müssen sich die Ausschüttung teilen. Das schmälert die Dividende des Einzelnen.

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