Aktionäre sollen ab nächstem Quartal einsteigen können
Deutsche Börse will eigenen Börsengang ankündigen

afp FRANKFURT/MAIN. Die Deutsche Börse AG steht kurz vor ihrem eigenen Börsengang: Wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus informierten Kreisen erfuhr, sollte der Aufsichtsrat der Börse noch am selben Tag in Frankfurt am Main über den Plan entscheiden, die Betreibergesellschaft mit einer Kapitalerhöhung für einen breiteren Aktionärskreis zu öffnen. Das Vorhaben soll demnach am Nachmittag bekannt gegeben werden, Ein Börsensprecher wollte die Angaben zunächst nicht kommentieren. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" soll der Erlös aus dem Börsengang im nächsten Quartal in den Aufbau von Internet-Handelsplattformen fließen sowie als Akquisitionswährung dienen. Ein konkreter Übernahmekandidat sei in der Aufsichtsratsvorlage noch nicht genannt, meldete das Blatt unter Berufung auf Mitglieder des Gremiums.

Der "Financial Times Deutschland" zufolge will der Börsen-Aufsichtsrat das Grundkapital der Deutschen Börse AG deutlich um 76 Millionen Euro auf 95 Millionen Euro (148,6 auf 185,8 Millionen Mark) erhöhen. Rund 40 Prozent der neuen Anteile sollten an Privatanleger gehen. Wieviele Anteile internationale Investmentbanken erhalten können, hält demnach davon ab, in welchem Ausmaße sich die Altaktionäre von Anteilen trennen. Bislang halten Banken und Wertpapierhäuser 81 Prozent an der Deutschen Börse, Kurs- und Freimakler neun Prozent und die deutschen Regionalbörsen von München bis Hamburg zehn Prozent.

Die Deutsche Börse AG betreibt vor allem den Parketthandel an der Frankfurter Börse AG und das elektronische Handelssystem Xetra, das unter anderem an den Börsen in Wien und Dublin eingesetzt wird. Ein Börsengang des Unternehmens ist bereits seit längerem geplant; das Vorhaben war aber wegen der inzwischen gescheiterten Fusion mit der Londoner Börse monatelang zurückgestellt worden.

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