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Aktionärsschützer begrüßen EU-Übernahme-Kompromiss

dpa-afx FRANKFURT/LUXEMBURG. Auf ein positives Echo ist die EU-Einigung über gemeinsame Regeln für Firmen-Übernahmen bei deutschen Aktionärsschützern gestoßen. Damit würden die Interessen der Aktionäre künftig besser geschützt, sagte am Mittwoch in Frankfurt am Main Reinhild Keitel von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK). Nun müsse das geplante deutsche Übernahmegesetz, das derzeit in Arbeit ist und Anfang kommenden Jahres in Kraft treten soll, die EU-Regelung bereits berücksichtigen.

Vor allem sollte auch die in der EU-Richtlinie festgeschriebene Neutralitätspflicht für Firmenvorstände, gegen die sich Deutschland gestemmt hatte, schon in das deutsche Gesetz eingearbeitet werden, betonte Keitel. Danach darf das Managment eines Unternehmens nach Bekanntwerden eines Übernahmeangebots nicht ohne Zustimmung der Aktionärs-Hauptversammlung und des Aufsichtsrats handeln - etwa, um das Angebot zu vereiteln.

Für die Umsetzung dieses besonders strittigen Punktes wird den Unionsländern allerdings eine Frist von fünf Jahren eingeräumt. Die Bundesregierung hatte sich im Ministerrat bis zuletzt gegen diese Bestimmung gewehrt und mehr Handlungsspielraum für die Unternehmensspitzen gefordert. "Wir gehen davon aus, dass das geplante deutsche Gesetz die EU-Regelung berücksichtigt - ansonsten müsste es in fünf Jahren mit Inkrafttreten der Richtlinie wieder geändert werden", betonte Keitel.

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