Aktionärsschützer: "Es wurde höchste Zeit"

Archiv
Aktionärsschützer: "Es wurde höchste Zeit"

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) begrüßt den Vorstoß der Bundesregierung zum Anlegerschutz.

HB/dpa/rtr DÜSSELDORF. Wesentliche Punkte im Regierungskatalog seien die Ausweitung der Haftung für Vorstände und Aufsichtsräte und die Erhöhung des Strafmaßes für vorsätzliche Delikte im Kapitalmarkt- Bereich, sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker am Dienstag.

"Es wurde höchste Zeit, dass Aktionäre auch dann die Chance auf Schadensersatz haben, wenn der Vorstand grob fahrlässig handelt", betonte er. Bislang sei es so, dass private Anleger dem Vorstand Vorsatz beweisen müssten. Das habe sich in den meisten Fällen als unmöglich erwiesen.

Positiv auf die Regierungspläne reagierte Andre Wetzel, Referent für Kapitalmarktfragen des Deutschen Aktieninstituts (DAI). "Eine zentrale Börsenaufsicht ist sicher sinnvoll, allerdings fordern wir ja schon seit langem eine zentrale Staatsanwaltschaft für Kapitalmarktdelikte", sagte er. Auch eine persönliche Haftungspflicht für Manager bei Verbreitung von offensichtlich falschen Informationen begrüße er.

Jürgen Kunz von der DSW sagte: "Eine der wichtigsten Neuerungen ist, dass ein Vorstand auch bei grober Fahrlässigkeit in der Kommunikation haftbar gemacht werden kann. Bislang musste man den Vorsatz zur Schädigung der Aktionäre nachweisen, was in den seltensten Fällen gelang".

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%