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Aktionärsschützer wollen Telekom die Entlastung verweigern

Die Verantwortlichen hätten wesentliche Ankündigungen nicht eingehalten und so die Verunsicherung der Anteileigener noch verstärkt.

vwd DÜSSELDORF. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) wird der Spitze der Deutschen Telekom AG auf der Hauptversammlung im Juni vorausichtlich erneut die Entlastung verweigern. Mit entsprechenden Anträgen gegen Vorstand und Aufsichtsrat des Bonner Konzerns sei zu rechnen, sagte eine Sprecherin der Kleinaktionärs-Vertretung.

Die Verantwortlichen hätten wesentliche Ankündigungen nicht eingehalten und so die Verunsicherung der Anteileigener noch verstärkt.

In der Hauptversammlung des vergangenen Jahres war die DSW mit Anträgen auf Entlastungsverweigerung nicht duchgekommen. Dass die Telekom eine gekürzte Dividende zahlen wolle, obwohl 2001 ein Verlust erzielt wurde, bewertete die DSW als "vertrauensbildende Maßnahme" und Versuch, die Aktionäre ruhig zu stellen.

Im Grunde gäbe die ökonomische Situation des Unternehmens eine Ausschüttung nicht her. Die Aktionäre hätten dies nur dem Großaktionär Bund und seinen Interessen zu verdanken. Dieser hatte vor wenigen Tagen erklärt, für den Etat auf eine Ausschüttung nicht verzichten zu können.

Für das Geschäftsjahr 2001 hatte die Telekom erstmals einen Verlust in Höhe von 3,5 Mrd EUR ausgewiesen. Am Montagabend kündigte sie an, die Dividende für 2001 um rund 40 Prozent auf 0,37 ? kürzen zu wollen.

Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz

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