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Aktionärszahlen in Deutschland weiter rückläufig

(dpa-AFX) Frankfurt - Das Vertrauen der Deutschen in Aktien ist laut einer Studie immer noch nicht wieder herstellt. Trotz vielfältiger Bemühungen des Gesetzgebers sieht Deutsche Aktieninstituts (DAI) das Vertrauen der Anleger in den organisierten Kapitalmarkt und speziell in die Anlageform Aktie als noch nicht wieder hergestellt. "Die beste Medizin für eine wachsende Aktienakzeptanz wären nachhaltige Kurssteigerungen und erfolgreiche Neuemissionen", sagte der DAI-Leiter Rüdiger von Rosen am Mittwoch in Frankfurt.

(dpa-AFX) Frankfurt - Das Vertrauen der Deutschen in Aktien ist laut einer Studie immer noch nicht wieder herstellt. Trotz vielfältiger Bemühungen des Gesetzgebers sieht Deutsche Aktieninstituts (DAI) das Vertrauen der Anleger in den organisierten Kapitalmarkt und speziell in die Anlageform Aktie als noch nicht wieder hergestellt. "Die beste Medizin für eine wachsende Aktienakzeptanz wären nachhaltige Kurssteigerungen und erfolgreiche Neuemissionen", sagte der DAI-Leiter Rüdiger von Rosen am Mittwoch in Frankfurt.

Immer weniger Deutsche besitzen Aktien. Die seit Mitte 2001 rückläufige Zahl sei im ersten Halbjahr 2004 gegenüber dem zweiten Halbjahr 2003 erneut um 540.000 auf 10,6 Millionen gesunken, sagte Rosen unter Berufung auf ein vom DAI in Auftrag gegebenen Umfrage des Forschungsinstituts Infratest.

Aktienakzeptanz

In Deutschland sind laut Infratest nur 16,4 Prozent der Bevölkerung im Besitz von Aktien oder Anteilen an Aktienfonds. Diese Tendenz wird vom DAI-Leiter als wenig erfreulich beurteilt. "Gegenüber anderen Industrieländern, zum Beispiel den USA, wo nahezu jeder Zweite direkt oder indirekt am Aktienmarkt engagiert ist, ist die Aktienakzeptanz in Deutschland nach wie vor unbefriedigend", sagte Rosen.

Vor allem im Hinblick auf die ergänzende private Altersvorsorge sei es erforderlich, die Anleger von der tatsächlichen Rendite-Risiko-Struktur der Aktienanlage nachhaltig zu überzeugen. Dafür sei jedoch nach Überzeugung von Rosen ein langer Atem notwendig.

Unterschiede Zwischen DEN Bundesländern

Die Zahl der direkten Aktionäre betrug laut Infratest im ersten Halbjahr 2004 4,6 Millionen, die der Besitzer von Aktienfondanteilen blieb praktisch unverändert bei 8 Millionen. Dies bedeutet laut DAI nur vordergründig eine Umkehr des Trends der letzten Jahre, der weg von der Fondsanlage hin zur Direktanlage führte. Die Umfrage zeigt bei der Differenzierung nach alten und neuen Bundesländern, dass in den alten Bundesländern die Zahl der Besitzer von Fondsanteilen um 348.000 zurückging, während sie in den neuen Bundesländern um 322.000 zunahm.

Im Gegensatz dazu sei die Zahl der Direktanleger in den neuen Bundesländern um 147.000 (45,6 Prozent) auf 176.000 gesunken. In den alten Bundesländern hat die Zahl der reinen Aktionäre um 367.000 (13,3 Prozent) zum zweiten Halbjahr 2003 abgenommen. Auch bei den Besitzern von Aktien und Fondanteilen ergab die Umfrage eine Abnahme um 131.000 (6,7 Prozent). Die Zahl der reinen Fondsanlegern ist um 217.000 (4,6 Prozent) gesunken.

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