Aktionsgemeinschaft Euro auf Informationsreise
Aufklärung im Eurozelt soll Bürgern Angst vor neuer Währung nehmen

Im Rahmen des Projektes "Aktionsgemeinschaft Euro" beraten Vertreter der Bundesregierung, der EU-Kommission und des EU-Parlamentes zusammen mit Experten von Landeszentralbanken die Menschen rund um den Euro.

ckr DÜSSELDORF. In insgesamt hundert Städten werden die Experten ihre Zelte aufgeschlagen. Nicht nur DM-Euro-Umrechnungstabellen, auch übergroße Euronoten und Informationsmaterial zogen zum Beispiel in Aachen, der 78. Station der Aktionsgemeinschaft Euro, die Menschen in das Informationszelt. Fragen wie "Gilt meine DM-Lebensversicherung weiter?" oder "Wie lange gelten die DM-Briefmarken?" tauchen immer wieder auf. Das Hauptanliegen aber ist die gerechte Umrechnung der Preise. "Wird jetzt alles teurer?" ist eine der am häufigsten gestellten Fragen.

Abgeordneter des Europäischen Parlaments, Armin Laschet, versucht, Sicherheit zu vermitteln und aufgebrachte Bürger zu beruhigen. Die Angst, dass bei den Preisen oft aufgerundet werden wird, kann aber auch er nicht nehmen. Pedro Solbes, EU-Kommissar für Wirtschafts- und Währungsangelegenheiten war ebenfalls Gast in dem wandernden Zelt. Er kommentierte die Chancen, die Europa durch die bevorstehende Währungsunion geboten bekommt. Die Einführung der Euro-Noten und-Münzen habe nicht nur volkswirtschaftlich stabilisierende Wirkung, auch Bürger und Unternehmer profitierten davon. "Für alle, die innerhalb Europas reisen müssen liegen die Vorteile auf der Hand", sagte Solbes. "Sparer werden profitieren, da ihnen die großen, liquiden Finanzmärkte erheblich mehr Anlagemöglichkeiten bieten."

Die Frage, ob er eine Gefahr für den Euro durch die momentan anlaufenden Konjunkturprogramme sehe, schmetterte EU-Kommissar Solbes entschieden zurück: "Der Euro ist stabilitätsstiftend." Die Staaten, die die Aufnahmekriterien bei der Währungsunion nicht voll ausgeschöpft hätten, könnten Spielräume nutzen.

Das Interesse an Expertenmeinungen ist groß und es fällt auf, wie die Besucher der verschiedenen Infostände Gefallen an den neuen Geldnoten bekommen.

Eberhard Heinke, Präsident der Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen, schildert, was bei dem Tausch der DM in Euro in weniger als 90 Tagen zu leisten ist: "Allein in Nordrhein-Westfalen ist Anfang 2002 ein 60 Kilometer hoher Berg Euro-Banknoten an die Bürger zu verteilen." Das entspreche etwa 600 Mill. Stück.

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