Aktionsware muss drei Tage vorrätig sein
Tchibo darf Rolex-Uhren nicht verkaufen

Der Uhrenhersteller Rolex hat beim Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung gegen den Hamburger Kaffeeröster Tchibo erwirkt. Darin werde Tchibo untersagt, 20 original Rolex-Uhren zu verkaufen, sagte Rolex-Anwalt Hans Hellmann am Freitag in Köln. Tchibo kündigte an, alle notwendigen Schritte zu ergreifen, um den Verkauf der Rolex-Uhren zu ermöglichen.

dpa. HAMBURG/KÖLN. Die Kaffeefirma, die in den vergangenen 20 Jahren in ihren Shops rund 20 Millionen Uhren abgesetzt hat, will ab dem 22. Mai die 20 Rolex-Uhren für 2002 Euro anbieten. Dieser Preis liegt, je nach Modell, nach Tchibo-Angaben bis zu 48 Prozent unter dem Neupreis. Die Käufer für die exklusiven Uhren werden ausgelost. Rolex hatte darauf hingewiesen, dass die Uhren der Firma einer strengen Vertriebsbindung unterlägen und nur an ausgewählte Juweliere und Fachhändler abgegeben würden.

In ihrem Antrag an das Gericht beruft sich Rolex auf ein Urteil des OLG Düsseldorf (Az: 20 U 130/01), nach dem so genannte Aktionsware mindestens drei Tage vorrätig sein muss. Das sei bei 20 Uhren nicht der Fall. "Das geht jedoch ins Leere", sagte ein Tchibo - Sprecher. Es handele sich um die Verlosung einer Kaufberechtigung. Die entsprechenden Teilnahmescheine seien die Aktionsware und in ausreichender Menge vorhanden.

Tchibo hat die Uhren nach eigenen Angaben zwischen Dezember 2000 und November 2001 gekauft. Es handele sich um ungetragene, original verpackte Sammlerstücke mit Zertifikat. Tchibo übernehme eine zwölfmonatige Garantie ab Kaufdatum und mögliche Reparaturen.

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