Aktiver Vertrieb institutsfremder Produkte
Deutsche Bank verkauft auch Invesco-Fonds

Die Deutsche Bank AG hat sich für den aktiven Vertrieb von Fondsprodukten fremder Unternehmen geöffnet. Wie die Deutsche Bank in Frankfurt mitteilte, wird das Institut aktiv Investmentfonds der Fondsgesellschaft Invesco verkaufen.

vwd FRANKFURT/M. Eine entsprechende strategische Partnerschaft sei mit dem Invesco-Mutterkonzern Amvescap plc, London, unterzeichnet worden, hieß es weiter. Dies sei der erste Schritt beim Aufbau einer offenen Plattform für Investmentprodukte Dritter in der Deutschen Bank. Andere Fondsgesellschaften sollen später hinzukommen.

Mit der Allianz gehe Private Clients and Asset Management (PCAM) "neue Wege", hieß es weiter. So wolle die Bank ihren Privat- und Geschäftskunden die besten extern verfügbaren Investmentprodukte zur Verfügung stellen und damit ihr Investmentangebot ergänzen. Zwar können Deutsche-Bank-Kunden bereits über das Online-Investmentportal "maxblue" Fremdfonds beziehen. Neu ist jedoch, dass die Deutsche Bank Fonds anderer Häuser aktiv vertreiben wird.

Wie eine Invesco-Sprecherin auf Nachfrage der Agentur vwd sagte, ist derzeit noch unklar, wie viele Investmentprodukte tatsächlich über die Filialen der Deutschen Bank aktiv vertrieben werden sollen. Die Vereinbarung sei global ausgerichtet, solle jedoch in Deutschland initiiert werden. Bislang wurden über die Filialen der Deutschen Bank Invesco-Fonds zwar verkauft, aber nicht aktiv beworben.

Die Kooperation mit der Deutschen Bank, über die bereits Ende 2001 spekuliert worden war, eröffnet Amvescap, die zu den größten konzernunabhängigen Asset Managern der Welt zählt, einen flächendeckenden Zugang zum Deutschen Fondsmarkt.

Analysten beurteilten die Zusammenarbeit positiv. "Das ist das, was die Kunden wollen", betonte Jan Kissenkötter (M.M. Warburg). Auch die Commerzbank vertreibe bereits Fremdfonds, sagte er. Seiner Ansicht nach wird künftig kein bedeutendes Institut um ein Angebot von qualitativ hochwertigen Fremdprodukten herumkommen. Für die Deutsche Bank und ihre Strategie im Privatkunden- und Asset-Management-Bereich sei die Zusammenarbeit ein "passendes Konzept", hieß es von Analystenseite weiter.

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