Aktives Standortmanagement
Selbsthilfe für notleidende Stadtteile

Die Ansiedlung des 24 000 Quadratmeter großen Einkaufszentrums in der Nähe des Hauptbahnhofs hat den mittelständisch geprägten Einzelhandel der Stadt Siegen in schwere Bedrängnis gebracht.

HB DÜSSELDORF. In der Oberstadt mit ihrem idyllischen Ambiente, der bisherigen Top-Einkaufslage, seien 14 000 qm an Einzelhandelsfläche weggebrochen, beschreibt Jens Imorde, Geschäftsführer der Projekt- und Kulturberatung GmbH in Münster und Geschäftsführer des Landesbüros für Stadtmarketing in Nordrhein-Westfalen in Bocholt, das Problem.

Einkaufszentren haben dem gewachsenen Einzelhandel eins voraus: Sie bieten unter wetterfestem Dach ein vollständiges Branchenmix quer durch alle Bereiche - einschließlich Lebensmittel und Gastronomie. Mit einer Mietstaffel, die berücksichtigt, dass Lebensmittelhändler nur eine geringere Miete zahlen können als Textileinzelhändler, kann der Eigentümer die Ansiedlung steuern. In Top-Einkaufslagen dagegen setzen die Immobilien-Besitzer - naturgemäß - auf die höchste Miete. Deshalb finden sich hier meist renditestarke Branchen wie Textil-, Schuhgeschäfte oder Parfümerien - aber kaum noch Lebensmittelläden.

In der Siegener Oberstadt, so beschreibt Imorde die Dramatik, sei die Quadratmeter-Miete von 45 auf 6,50 Euro abgesackt: "Viele Immobilienbesitzer in der Oberstadt, die mit den gewerblichen Mieteinnahmen ihre Rente finanzieren wollten, haben jetzt ein immenses Poblem."

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