Aktivisten wollen neue Kämpfer anheuern
Beckstein: Bundesregierung unterschätzt Terrorgefahr

Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) hat der Bundesregierung vorgeworfen, die Terror-Gefahr in Deutschland zu unterschätzen.

dpa/HB BERLIN. Fundamentalistische Islamisten hätten vor kurzem ihre Aktivitäten auch in Deutschland wieder verstärkt, sagte Beckstein am Dienstag in Berlin mit Blick auf den Jahrestag der Anschläge in den USA vom 11. September. Aktivisten hätten erhebliche Spendensummen eingesammelt und versuchten, Glaubenskämpfer anzuheuern.

Die Terrororganisation El Kaida sei in Afghanistan zwar geschwächt, aber bei weitem nicht zerstört worden. Wie schnell Deutschland vom Ruhe- zum Vorbereitungsraum für Terroristen werden könne, habe die Festnahme in Heidelberg gezeigt. Beckstein warf Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) vor, hier vorschnell von Einzeltätern ausgegangen zu sein. Der bayerische Innenminister räumte allerdings ein, dass es über Heidelberg hinaus keine konkreten Hinweise auf terroristische Aktivitäten gebe.

Beckstein verlangte mit Blick auf Staaten, denen Nähe zu Terror- Organisationen vorgeworfen wird, dass umgehend biometrische Daten bei der Einreise von Ausländern eingeführt werden müssten. Gerade Namen aus arabischen Ländern seien für die europäische Sprache nur schwer fassbar, da deren lautliche Eigenheiten nur unzureichend in Buchstaben umgesetzt werden könnten. Daher seien ergänzende Hinweise wie Fingerabdrücke nötig.

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