Aktivisten wollen Schiff notfalls blockieren
Iren protestieren gegen holländisches Abtreibungsschiff

Irische Abtreibungsgegner haben am Mittwoch gegen das holländische Abtreibungsschiff protestiert, das Ende dieser Woche vor Dublin eintreffen soll.

dpa DUBLIN/LONDON. Christliche Gruppen sprachen von einem "Schiff des Todes", das nach Piraterie und Drogenschmuggel eine ganz neue Form von Kriminalität auf hoher See praktiziere. Mit einem eigenen Schiff wollen die "Pro Life"- Aktivisten die "schwimmende Klinik" notfalls blockieren.

Richard Welch, Präsident der Anti-Abtreibungs-Organisation "Human Life International", verglich die holländische Aktion mit den "blutrünstigen Tagen der Piraterie". Er fragte: "Was passiert, wenn auf diesem Schiff des Todes eine Frau stirbt?" Die unabhängige irische Parlamentsabgeordnete Mildred Fox verlangte die Festnahme der Schiffsbesatzung.

Die holländische Stiftung "Women on Waves" will auf dem umgebauten Fischkutter "Aurora" vor der irischen Küste in internationalen Gewässern Abtreibungen vornehmen. Weil in Irland Abtreibungen gesetzlich verboten sind, müssten jährlich etwa 6 000 irische Frauen nach Großbritannien ausweichen, sagte eine Sprecherin der Stiftung in Amsterdam. Das sei "heuchlerisch", deshalb bräuchten die Irinnen jetzt Hilfe aus den Niederlanden.

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