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Aktuelle Klagen gegen Banken

EM.TV-Aktionäre klagten gegen die Konsortialbank des Konzerns, die WestLB. Die Bank müsse für unrichtige Angaben im Prospekt zur Kapitalerhöhung vom November 2000 mithaften, fordern die Kläger.

Ein US-Anleger, der Aktien von Infospace und JDS Uniphase hielt, ging gegen Merrill Lynch vor. Als seine Aktien abstürzten, wollte der Anleger aussteigen. Doch sein Aktienhändler riet ab mit der Begründung, Staranalyst Henry Blodget beurteile die Titel positiv. Merrill zahlte außergerichtlich 400 000 $.

US-Aktionäre von Amazon und Ebay verklagten Anfang des Monats die Analystin Mary Meeker. Der Vorwurf: Sie habe übertrieben positive Analysen veröffentlicht, um ihrem Arbeitgeber Morgan Stanley lukrative Beratungsaufträge zu verschaffen. Angeblich hing Meekers Einkommen, laut Bankangaben 15 Mill. $ in 1999, direkt von diesen Aufträgen ab.

Ein US-Fonds verklagte vor knapp zwei Wochen sechs Banken - Credit Suisse First Boston, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Merrill Lynch, Salomon Smith Barney und Robertson Stephens. Der Vorwurf: Die Banken hätten nicht darauf hingewiesen, dass sie von ihren Analysten positive Anlageberichte verlangten. Damit hätten sie bei den Firmen um Investmentbanking- Aufträge geworben.

Zwei Telekom-Aktionäre zeigten vergangene Woche die Deutsche Bank wegen Betrugs an. Hintergrund ist die zeitliche Nähe zwischen einer Kaufempfehlung für Telekom-Titel und einem Blockverkauf von 44 Mill. Aktien. Weiter prüft eine Münchner Anwältin derzeit rechtliche Schritte gegen die Deutsche Bank.

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