Aktuelle Umfrageergebnisse
Union und FDP gemeinsam nur noch bei 47 Prozent

CDU/CSU und FDP sind nach einer Umfrage des Forsa-Instituts mit dem schlechtesten Umfrageergebnis seit acht Monaten in die parlamentarische Sommerpause gegangen. Nach einer jüngsten Erhebung für das Magazin "Stern" und den privaten TV-Sender RTL kommen Union und FDP zur Zeit gemeinsam auf 47 % - SPD, Grüne und PDS erreichen zusammen 49 %.

HB HAMBURG/BERLIN. Laut Allensbach wünschen sich nur 14 % eine große Koalition von SPD und CDU, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwoch).

Dem "Stern" zufolge bleiben die Werte für die Union und die SPD mit 39 beziehungsweise 36 % im Vergleich zur Vorwoche unverändert, die FDP fällt um einen Punkt auf 8 %. Die Grünen können danach einen Prozentpunkt mehr verbuchen und steigen auf sieben Prozent. Auf die PDS entfallen wie in der Vorwoche sechs Prozent. Forsa befragte zwischen dem 1. und 6. Juli 3007 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger in Ost und West.

Dem Institut für Demoskopie Allensbach zufolge war 1998 eine große Koalition mit 24 % Zustimmung deutlich populärer. 19 % bevorzugen derzeit eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition, 32 % eine Regierungsbildung von Union und FDP. Eine Neuauflage der sozialliberalen Koalition wünschen hingegen nur sieben Prozent der Befragten. Ebenso wenige sind für eine Koalition aus SPD, Grünen und PDS. Allensbach befragte zwischen dem 13. und 25. Juni 2131 Bundesbürger in Ost und West.

Sehr gering ist laut Allensbach gegenwärtig das Interesse an der bevorstehenden Bundestagswahl. Nur 26 % der Bevölkerung sind zur Zeit an der Wahl "stark interessiert", in den neuen Ländern sind es sogar nur 19 %. Vor vier Jahren waren zu diesem Zeitpunkt noch 41 % an der Wahl interessiert. Besonders gering ist das Interesse derzeit bei den Anhängern von SPD und PDS: Während 34 % der Unionsanhänger und jeder dritte FDP-Anhänger der Bundestagswahl mit großem Interesse entgegensieht, sind es nur 20 % der SPD - und 15 % der PDS-Anhänger.

43 % der Befragten sehen in den Unternehmern und 39 % in der wohlhabenden Bevölkerungsschicht die Hauptnutznießer der Politik der rot-grünen Koalition. Zu Beginn der Legislaturperiode erwarteten nur 19 % Maßnahmen zu Gunsten der Unternehmer, 14 % zu Gunsten der Reichen. Umgekehrt ist der Anteil, der die Familien als Nutznießer sieht, von 63 auf 30 % gesunken, Vorteile für Arbeitnehmer erwarten nur noch 12 % (42 %), für die ärmeren Schichten nur sechs Prozent (33 %).

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