Al-Aksa-Brigaden bekennen sich
Wachmann verhindert Anschlag in Tel Aviv

Ein Wachmann in Tel Aviv hat am Freitagmorgen offenbar einen weiteren Selbstmordanschlag verhindert. Er erschoss einen palästinensischen Terroristen, der versucht hatte, in ein Nachtlokal einzudringen.

wiwo/ap JERUSALEM. Das teilte die Polizei mit. In dem Lokal hielten sich zu diesem Zeitpunkt 200 Menschen auf.

Er habe gesehen, wie das Auto des Attentäters eine scharfe Kurve fuhr und direkt auf den Club zuhielt, berichtete der Wachmann später Reportern. Daraufhin habe er das Feuer eröffnet und den Angreifer getroffen. Als dieser aus dem Auto gefallen sei, habe er noch einen Sprengsatz gezündet. Mit mehreren Schüssen in den Kopf habe er den Angreifer dann getötet, sagte der Wachmann. Vier weitere Personen wurden bei dem Vorfall verletzt.

Die radikale Palästinensergruppe Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden hat sich am Freitag zu dem Selbstmordanschlag. In einer Erklärung der militanten Splittergruppe der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat hieß es, der neue Anschlag sei eine Vergeltungsaktion für die gezielte Tötung dreier ranghoher Mitglieder der Gruppe am Mittwoch bei Nablus durch die israelische Armee. Die politische Fatah-Bewegung Arafats lehnte hingegen jede Verantwortung für die beiden letzten Anschläge ab, zu denen sich der militärische Fatah-Arm bekannt hatte.

Israelische Soldaten haben nach Angaben aus Israel in der Nacht zum Freitag im Gazastreifen eine Fabrik zur Herstellung von Kleinraketen zerstört. Dies wurde von palästinensischer Seite dementiert. Nach palästinensischen Angaben handelte es sich um eine harmlose Metallgießerei. Israelische Medien berichteten, Sprengstoffexperten hätten das Gebäude im südlichen Teil der Stadt Gaza kontrolliert gesprengt. Eine Person sei verhaftet worden, es habe keine Verletzten gegeben, hieß es weiter. Zuvor waren mehrfach jüdische Siedlungen im Gazastreifen mit Raketen und Mörsern beschossen worden.

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