Al Barakaat weist Vorwürfe zurück
UNO nutzt Telefonnetz von mutmaßlichem Terror-Finanzier

Die UNO ist ein wichtiger Kunde der von den USA als Terror-Geldgeber verdächtigten Finanzgesellschaft Al Barakaat in Somalia. In mindestens drei Städten des Landes nutze die UNO das Telefonnetz des Anbieters, erklärte ein Vertreter der Vereinten Nationen am Donnerstag in Nairobi.

afp NAIROBI/MOGADISCHU. Grund dafür sei, dass Al Barakaat verlässliche Telefonverbindungen bieten könne. US-Präsident George W. Bush hatte der Gesellschaft sowie dem Unternehmen Al Taqwa am Mittwoch vorgeworfen, "Finanziers des Terrors" zu sein. Sie sammelten Geld für die El-Kaida-Organisation des Islamistenführers Osama bin Laden und investierten, verwalteten und verteilten dessen Finanzen. Al Barakaat werde von einem Freund und Unterstützer Bin Ladens geleitet.

Nach Angaben westlicher Diplomaten hat das Unternehmen Verbindungen zu der somalischen Fundamentalistenorganisation El Ittihad el Islamija. Diese wird von Washington als Terrorgruppe mit Verbindungen zu Bin Ladens El Kaida angesehen. Al Barakaat ist einer der größten Telekommunikationsanbieter in Somalia. Zudem arbeitet die Firma als Finanzdienstleister und hat eine Tochterfirma, die Getränke produziert. Al Barakaat wies die Vorwürfe der USA am Donnerstag zurück. Das Unternehmen habe keinerlei Verbindungen zum Terrorismus, sagte ein Sprecher in Mogadischu. Die Firma sei bereit, Finanzermittlern für Überprüfungen seine Bücher zu öffnen. Die Gruppe arbeite zur Aufklärung der Anschuldigungen mit der US-Bundespolizei FBI zusammen und werde ihre Aktivitäten so lange ruhen lassen, bis ihre Unschuld bewiesen sei.

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