Al Gores Chancen um die Präsidentschaft sinken
Bush gewinnt zwei Prozesse um Briefwahlstimmen

Die Bezirksrichter akzeptierten die 25 000 Briefwahlstimmen zweier Bezirke in Florida trotz Unregelmässigkeiten. Ein drittes Urteil über die Nachzählung von Stimmen per Hand steht noch aus.

afp TALLAHASSEE. Im Streit um die US-Präsidentschaft haben sich die Chancen des Demokraten Al Gore auf einen Sieg weiter verringert. Sein republikanischer Gegner George W. Bush gewann am Freitag zwei Prozesse um die Annullierung von tausenden Briefwahlstimmen in Florida. Die Bezirksrichter lehnten es ab, die 25 000 Briefwahlstimmen aus den Bezirken Seminole und Martin aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei der Ausstellung der Briefwahlanträge für ungültig zu erklären. Mit den Stimmen selbst sei alles in Ordnung, und das Ergebnis aus den beiden Bezirken drücke deshalb auf faire Weise den Wählerwillen aus, begründeten sie ihre Entscheidung. Wären die Prozesse andersherum ausgegangen, dann läge Gore im Rennen um das Weiße Haus jetzt vorn. Die Demokraten hatten in beiden Verfahren beantragt, die Stimmen annullieren zu lassen, weil republikanische Wahlhelfer nachträglich fehlende Angaben auf den Unterlagen ergänzt hatten.

Ein drittes Urteil stand am Freitag noch aus: Das Oberste Gericht von Florida musste entscheiden, ob tausende umstrittene Stimmen aus den Bezirken Miami-Dade und Palm Beach doch noch von Hand gezählt und in die Wertung mit einfließen. Laut dem vorläufigen Endergebnis führt Bush in Florida mit 537 Stimmen. Wer in dem Bundesstaat gewinnt, zieht aller Voraussicht nach ins Weiße Haus ein.

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