Alarmglocken sind losgegangen
Argentinien-Krise belastet Telefonica, BSCH und BBVA

Die Aktienkurse der spanischen Unternehmen Telefonica SA, Banco Santander Central Hispano SA (BSCH) und Banco Bilbao Vizcaya Argentaria SA (BBVA) sind am Donnerstag nach der Ausrufung des Ausnahmezustandes in Argentinien gefallen.

dpa-afx MADRID. Die Firmen seien stark in dem südamerikanischen Land engagiert und daher besonders schwer von der Wirtschaftskrise betroffen, sagten Händler.

Bis 14.40 Uhr verloren Telefonica bei hohen Umsätzen 1,26 % auf 14,87 ?. Zeitweise waren die Aktien bis auf 14,55 ? gesunken. BSCH gaben 3,23 % auf 8,99 ? ab, und BBVA verloren 2,47 % auf 13,42 ?. Die Marktschwergewichte zogen in Madrid den Standardwerte-Index IBEX-35 um 1,66 % auf 8 189,1 Punkte ins Minus.

Die Ausrufung des Ausnahmezustandes und der Rücktritt des Wirtschaftsministers Domingo Cavallo ließen im Ausland die Alarmglocken losgehen, sagte ein argentinischer Analyst. Mit Cavallo seien ein Hoffnungsträger gegangen sowie die Zuversicht in die Dollarbindung des Pesos. Die Zahlungsunfähigkeit Argentiniens rückt seiner Ansicht nach immer näher. Der argentinische Staat schulde dem Ausland 135 Mrd. Dollar. Da das Land kaum noch Kredite bekomme, werde es für die Regierung immer schwieriger, die fälligen Raten aufzubringen.

"Wenn man die Lage nüchtern betrachtet, so ist dies aber eine gute Gelegenheit, dort einzukaufen", sagte ein Händler einer spanischen Bank. Die Gefahr, dass die Krise auf Brasilien übergreift hält er für gering. Der real sei stabil, sagte er. Daher dürfte sich Brasilien nicht mit der Wirtschaftskrise anstecken.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%