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Albaner-Rebellen lehnen Rückzug aus Gebiet um Tetovo ab

Ungeachtet der Vereinbarung eines Waffenstillstands durch die Nato hat der Kommandeur der Albaner-Rebellen einen Rückzug seiner Einheiten aus dem Gebiet um das mazedonische Tetovo abgelehnt. Kommandeur Leka sagte am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters über Mobiltelefon, ein Rückzug sei unmöglich.

Reuters TETOVO. Die Rebellen könnten Frauen und Kinder nicht den Tigern und Wölfen überlassen, fügte er mit Verweis auf die Namen mazedonischer Spezialeinheiten hinzu.

Die Nato hat nach Angaben aus Diplomatenkreisen für Donnerstagmorgen einen Waffenstillstand zwischen der Armee und albanischen Rebellen in Mazedonien vereinbart. Die Rebellen sollten sich aus den Gebieten um Tetovo zurückziehen, die sie bei den Gefechten der vergangenen Tage eingenommen hätten, hieß es. Die Armee werde im Gegenzug Zurückhaltung üben, wenn sie nachrücke. Den Rebellen wurde bis Donnerstag 06.00 Uhr Zeit gelassen, ihre Stellungen zu verlassen. Wenige Stunden später sollten Nato-Generalsekretär George Robertson und der Außenkoordinator der Europäischen Union (EU), Javier Solana, in Skopje eintreffen.

Die Rebellen kämpfen nach eigenen Angaben für die Gleichstellung der Albaner in Mazedonien. Sie stellen dort fast 30 % der Bevölkerung. Die Verhandlungen über eine entsprechende Änderung der Verfassung treten auf der Stelle.

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