Album ab 29 Oktober in den Läden: Sony bringt neues Jackson-Album auf den Markt

Album ab 29 Oktober in den Läden
Sony bringt neues Jackson-Album auf den Markt

Mehr als ein Jahr lang wurde der Erscheinungstermin von "Invincible" immer wieder verschoben. Rund 30 Millionen Dollar (64 Millionen Mark/33 Millionen Euro) soll die Sony-Produktion gekostet haben.

jk/dpa BERLIN/DÜSSELDORF. Das Ergebnis sind 77 Hörminuten mit sehr unterschiedlichen Songs. Den Erfolg des 1982er Albums "Thriller", das sich weltweit mehr als 50 Mill. Mal verkaufte und damit die erfolgreichste Platte aller Zeiten wurde, kann die einstige Pop-Ikone damit nach Experteneinschätzung ganz sicher nicht wiederholen. Für ein respektables Comeback könnte es aber reichen. Bereits am Freitag von 18.00 Uhr (MESZ) an können Fans im Internet unter www.michaeljackson.com vorab in das Album "Invincible" reinhören.

"Yeaah!" und "O-aah!" - mit seinen typischen Geräuschen meldet sich Michael Jackson nach sechs Jahren musikalischer Pause zurück. "Invincible" - Unbesiegbar - lautet der Titel von Jackos achtem Soloalbum. Von Montag (29. Oktober) an steht das aufwendig produzierte Werk in den Plattenläden. Dann wird sich zeigen, ob der "King of Pop" tatsächlich unbesiegbar oder doch ein Star von gestern ist.

Marktanteil von Sony Music Deutschland nur bei 13,4 %

Für Sony Music Deutschland jedenfalls wäre Unbesiegbarkeit gut. Der Umsatz des Unternehmens fiel nach drei Rekordjahren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/01 auf rund 240 Mill. Euro (469 Mill. DM). Um den mageren Markanteil von 13,4 % wieder zu steigern, muss die Werbekampagne für das neue Jackson-Album erfolgreich sein.

Dass dies durchaus zweifelhaft ist, zeigen die mittelmäßigen Verkaufszahlen des letzten, aufwendig promoteten Doppelalbums "History". Schätzungen liegen zwischen zehn und 15 Mill. verkaufter Alben, davon 1,6 Mill. in Deutschland. Im Vergleich zum legendären "Thriller"-Album, das sich seit Erscheinen 1982 weltweit circa 50 Mill. Mal verkauft hat und gemessen an der Tatsache, dass es sich bei einer der "History"-CDs um eine "Best of"-Sammlung handelt, war der Erfolg sehr mäßig.

"Hohe Budgets zahlen sich nicht immer aus"

Auch das scheue Wesen des "King of Pop" könnte den kommerziellen Erfolg des neuen Albums erschweren. "Jackson gibt kaum Interviews", beklagt Albert Koch vom "Musikexpress". Man bekomme ihn einfach nicht zu fassen. Das mache Jackson als Musiker nicht unbedingt interessanter. "Hohe Budgets", meint der Experte weiterhin, "zahlen sich nicht immer aus". So habe man im Fall von Mariah Carey ebenfalls kräftig die Werbetrommel gerührt, aber es habe ihr nicht geholfen.

Andrea grimme, Musikredakteurin bei RTL, hält dagegen einen Misserfolg für unwahrscheinlich: "Michael Jackson ist ein Trendsetter. So modern wie auf "Invincible" hat Jackson noch nie geklungen."

Das Königreich des "King of Pop" geriet zuletzt jedoch ins. Bei der Feier zu seinem 30. Bühnenjubiläum im September stahlen ihm Stars wie Britney Spears fast die eigene Jubiläumsshow. Zuletzt wählten ihn US-Jugendliche wegen seiner maskenhaften Gesichtszüge zur gruseligsten Halloween- Figur. Auch finanzielle Sorgen soll der Star haben.

Gerüchteküche um Jacksons Privatleben brodelt

In der Gerüchteküche brodeln die wildesten Spekulationen: Mit seiner zigmal operierten Nase ist er angeblich immer noch nicht zufrieden, in seinem Schlafzimmer sollen ihm 17 Mannequin-Puppen Gesellschaft leisten. Böse Zungen behaupten sogar, in seinem Video zur ersten Singleauskopplung "You Rock My World" trete nicht Michael selbst, sondern ein Doppelgänger auf. Deshalb sei auch Jackos Gesicht kaum zu sehen.

Musikalisch hat Jackson aber keinen Grund, sich zu verstecken. Mit seinem Comeback-Album legt er ein grundsolides Werk mit gewohnt ausgetüftelten Arrangements und satten Beats vor. Tanznummern wechseln sich ab mit gefühlvollen, teils etwas kitschigen Balladen. Streicher, Percussion, Bläser und E-Gitarren begleiten Jacksons mal sanften, mal aggressiv-angriffslustigen Gesang. Die Single "You Rock My World" gehört dabei eher zu den schwächeren Nummern, was sich auch in den zurückhaltenden Reaktionen der Fans zeigte.

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