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Alcatel kauft edial und Spatial - Trennung vom Energieanlagengeschäft

Der französische Telekomausrüster Alcatel will sich von seinem Energieanlagengeschäft trennen und kauft gleichzeitig zwei Software-Unternehmen. Unter Dach und Fach sei bereits der Erwerb von edial, eines Anbieters von Kommunikationssoftware, teilte Alcatel am Freitag in Paris mit. edial soll für 22 Mill. € den Besitzer wechseln. Zudem sei ein Vertrag über den Kauf des US-Unternehmens Spatial Wireless unterzeichnet worden, das Software für die Vermittlung im Mobilfunknetz entwickelt.

dpa-afx PARIS. Der französische Telekomausrüster Alcatel will sich von seinem Energieanlagengeschäft trennen und kauft gleichzeitig zwei Software-Unternehmen. Unter Dach und Fach sei bereits der Erwerb von edial, eines Anbieters von Kommunikationssoftware, teilte Alcatel am Freitag in Paris mit. edial soll für 22 Mill. ? den Besitzer wechseln. Zudem sei ein Vertrag über den Kauf des US-Unternehmens Spatial Wireless unterzeichnet worden, das Software für die Vermittlung im Mobilfunknetz entwickelt.

Mit dem geplanten Verkauf seines Energieanlagengeschäfts will sich Alcatel verstärkt auf sein Kerngeschäft Telekommunikationssyteme und-lösungen konzentrieren. Die Franzosen haben bereits einen entsprechenden Vertrag mit der US-Investmentgesellschaft Ripplewood unterzeichnet. Finanzielle Details wurden nicht mitgeteilt. Alcatel geht davon aus, dass das Geschäft im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden kann.

Tausch IN Hinterlegungsscheine

Alcatel will die Übernahme von edial durch Aktien und mit Bargeld finanzieren. Mit Spatial Wireless verbindet den Konzern bereits eine Anfang des Jahres angekündigte Kooperation. Spatial Wireless beschäftigt insgesamt 225 Mitarbeiter in den USA und in Indien. Alcatel hat bereits zugestimmt, für das Unternehmen 250 Mill. $ in Hinterlegungsscheinen (American Depositary Shares ADS) zu zahlen.

Die Anteile und Optionsscheine für Spatial Wireless sollen gegen Alcatel-Hinterlegungsscheine getauscht werden, deren Anzahl bei Abschluss des Geschäfts noch nach einer bestimmten Austauschquote festgelegt werden soll. Der Kauf soll im letzten Quartal dieses Jahres unter Dach und Fach gebracht werden. Allerdings müssen noch die Aktionäre und die Regulierungsbehörden zustimmen.

1 300 Mitarbeiter Betroffen

In der Energieanlagensparte sollen die AEG SVS Power Supply Systems, Alcatel Converters, Harmer & Simmons sowie Saft Power Systems verkauft werden. Betroffen seien insgesamt 1 300 Mitarbeiter in 16 Ländern. Das Energieanlagengeschäft setzte den Angaben zufolge im vergangenen Jahr etwa 220 Mill. ? um. Das Konzernmanagement traf sich bereits an diesem Freitag mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern.

"Mit der geplanten Trennung haben wir das Ende unseres Verkaufsprogramss für das Komponentengeschäft erreicht", sagte Finanzvorstand Jean-Pascal Beaufret. Der US-Investor sichere dem Energieanlagengeschäft zudem den notwendigen finanziellen Rückhalt für seine weitere Entwicklung, betonte der Manager.

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