Alcatel-Nachrichten belasten
Siemens verliert nach Neubewertung durch Morgan Stanley

Die Aktien der Siemens AG haben am Mittwoch deutlich nachgegeben, nachdem die US-Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter die Gewinneinschätzung für Siemens reduziert hatte.

dpa-afx FRANKFURT. Der Titel verlor bis 19.57 Uhr 3,54 Prozent auf 85,18 Euro. Außerdem hätten die Alcatel-Nachrichten den Siemens-Kurs belastet, sagte ein Händler. Alcatel SA hatte am Mittwochmorgen für das zweite Quartal einen Nettoverlust von 3 Mrd. Euro prognostiziert. Außerdem hatte der französische Konzern angekündigt, seine Handy-Produktion abgeben zu wollen.

"Die Nachrichten von Alcatel haben auch auf den Aktienkurs von Siemens gedrückt", sagten Analysten und Händler. Ein Analyst, der nicht genannt werden wollte, hatte die Entwicklung bei Alcatel als Indiz gewertet, dass die Lage am Markt noch schwieriger werde. Andererseits könne Alcatels Rückzug aus der Handy-Produktion Siemens neue Marktanteile bringen.



MSDW hatte am Mittwochmorgen die Gewinnprognosen für Siemens reduziert, nachdem die Siemens-Halbleitertochter Infineon in der vergangenen Woche bestätigt hatte, dass im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres voraussichtlich ein Verlust verbucht werde.



Morgan Stanley

reduzierte den erwarteten Ertrag je Siemens-Aktie von 2,59 Euro auf 2,45 Euro. Die US-Investmentbank senkte beim umsatzstärksten Elektronikkonzern der Welt die Prognose für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 509 Mio. Euro auf 304 Mio. Euro. Dennoch behielt die Investmentbank ihre Einschätzung der Siemens-Aktie bei "Neutral".

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