Alcatel streicht 2500 Stellen in den USA
Schlechte Aussichten für Telekommunikationsbranche

"Hoffentlich konservativ" nannte der Chief Executive Officer der Corning Inc, John Loose, seine Prognose, der Markt für Telekommunikation werde sich innerhalb der kommenden zwölf bis 18 Monate wieder von seinem derzeitigen Schwächeanfall erholen. Er sehe die Erholung seiner Branche in der Nachfolge einer Erholung des Gesamtmarktes. Und diese Erholung sehe er nicht vor Jahresende. Loose führte im weiteren Details zur Geschäftsentwicklung von Corning aus. So erwartet er einen 40-prozentigen Umsatzeinbruch im Geschäftsfeld Photonik.

vwd/ap/dpa Loose geht nun nur noch von einem Gesamtjahresumsatz von 600 Mill. bis 700 Mill. $ aus. Im vergangenen Jahr wurde hier noch eine Mrd $ umgesetzt. Noch zu Jahresbeginn war Corning von einer Verdoppelung des Umsatzes ausgegangen. Der deutlich gesunkenen Nachfrage tritt Corning mit einem Kostensenkungsprogramm entgegen, zu dem auch die Entlassung von 1 000 auf 5 900 Mitarbeiter sowie die Schließung dreier Produktionsstätten gehören. Zum Kostensenkungsprogramm gehört auch der Entwicklungsstopp eines neuen Produktes.

Die zu Corning gehörende Photonic Technologies hat mit den neuen Entlassungsaktionen seit Jahresanfang insgesamt 3 500 Stellen gestrichen. Die Corning-Gruppe hat seit Anfang 2001 rund 5 900 Mitarbeiter nach Hause geschickt oder rund 15 % seiner 40 000 weltweit Beschäftigten.

Corning wird drei Fabriken in Benton Township (Pennsylvania), Nashua (New Hampshire) und Natick (Massachusetts) schließen. Die Gesellschaft will auch ihre Photonics-Operationen in anderen Werken reduzieren.

Corning überprüfe auch, ob ein weiterer Personalabbau notwendig sei. Die Maßnahmen kosten 300 Mill. $ bis 400 Mill. $ (920 Mio DM/470 Mio Euro) vor Steuern. Die Belastung wird im dritten Quartal verbucht. Es werden Kostenersparnisse von 150 Mill. $ erwartet.



Der französische Telekommunikationskonzern Alcatel will in den USA weitere 2.500 Arbeitsplätze streichen. Das Unternehmen erklärte am Montag, rund 800 Stellen sollten im US-Hauptquartier in Plano in der Nähe von Dallas wegfallen. Weitere 700 Arbeitsplätze werden in Raleigh im US-Staat North Carolina gestrichen. Ein Teil der in Raleigh erledigten Aufträge werde in Zukunft an Fabriken in Arizona und Mexiko vergeben, erklärte Alcatel. Erst Anfang Juni hatte das Unternehmen bekannt gegeben, dass 900 Arbeitsplätze in den USA wegfallen sollten. Begründet wurde die Maßnahme mit den harten Wettbewerbsbedingungen in den USA.

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