Alessandro Petacchi zum dritten Mal Sieger
Massensprint: Zabel wieder nur Vierter

Auch am Ende der fünften Etappe hieß der Sieger Alessandro Petacchi. Jens Voigt (Credit Agricole) führte über 100 Kilometer das Rennen an.

HB/dpa NEVERS. Der hünenhafte Italiener Alessandro Petacchi bleibt in den Massensprints der Tour de France weiter ein unüberwindbares Hindernis und feierte am Donnerstag seinen dritten Tagessieg. Erik Zabel wartet dagegen weiter auf seinen diesjährigen ersten und insgesamt 13. Etappenerfolg. Im Ziel der 5. Etappe war Petacchi wie davor in Meaux und Saint- Dizier nach 196,5 Km der Schnellste. Wie im Vorbeigehen schien er mühelos seinen dritten Sieg anzusteuern. Die Konkurrenz hatte wieder keine Chance gegen den sechsfachen Etappensieger des diesjährigen Giro d'Italia.

Victor-Hugo Pena, der erste Kolumbianer in der 100-jährigen Tour- Geschichte in Gelb, bleibt weiter an der Spitze des Gesamtklassements. An seinem 29. Geburtstag verteidigte er das Gelbe Trikot, das er am Vortag nach dem Sieg seines US-Postal-Teams im Mannschafts-Zeitfahren überstreifen durfte. Das Grüne Trikot - in der Punktwertung liegt Zabel hinter dem Vorjahressieger Robbie McEwen (Australien) und Petacci an dritter Stelle - dürfte für Zabel eher in Reichweite liegen, als ein Etappensieg.

Penas Teamchef Lance Armstrong bleibt eine Sekunde hinter dem Kolumbianer weiter auf dem Sprung. Der Texaner ist auf dem Weg zu seinem fünften Toursieg in Folge, für den er am Sonntag auf der schwersten Alpen-Etappe eine weitere Basis schaffen will. Von aktiver Erholung nach den Anstrengungen des Team-Zeitfahrens war für die Topfahrer Armstrong und Jan Ullrich am Donnerstag keine Rede. Im Ziel lagen die Fahrer 15 Minuten vor der schnellsten Zeit der Marschtabelle.

Tyler Hamilton weiter mit Problemen

Bereits nach 14 km hatte sich eine 14-köpfige Spitzengruppe gebildet, in der auch Jens Voigt fuhr. Zwei Jahre nach seinem Etappensieg und dem Tag im Gelben Trikot wollte der Berliner, dessen Vertrag beim französischen Team Crédit Agricole ausläuft, noch ein Mal im Rampenlicht stehen. Doch die Ausreißergruppe, die sich schnell auf fünf Fahrer reduziert hatte, konnte sich bei großer Hitze nicht durchsetzen.

Das nachsetzende Feld, das in den ersten beiden Stunden einen Schnitt von über 48 Km fuhr, erwies sich als stärker. Voigt, der sich vorher auch durch einen Wespenstich nicht aus dem Rhythmus bringen ließ, streckte 25 Km vor dem Ziel die Waffen vor der Übermacht. Der Franzose Frédéric Finot, der es schon am Montag als Solist vergeblich versucht hatte, war kurz danach fällig. Danach versuchten es der italienische Meister Paolo Bettini, Alexander Winokurow vom Team Telekom und Sébastian Hinault (Frankreich) mit einer Attacke, kamen aber auch nicht weit.

Die Tage bei der Tour von Tyler Hamilton scheinen gezählt zu sein. Der Amerikaner vom dänischen CSC-Team, der sich am vergangenen Sonntag auf der 1. Etappe das Schlüsselbein gebrochen hatte und seit dem mit großen Schmerzen durchhält, fuhr mehrmals zur Behandlung an den Wagen des Tour-Arztes. Vor dem Start der 5. Etappe hatte der als einer der Topfavoriten gestartete ehemalige Armstrong-Helfer erklärt, wenigstens bis zum Beginn der Berg-Etappen am Samstag weiter fahren zu wollen. Bis Montag geht es an drei Tagen durch die Alpen, wobei am Sonntag die schwerste Prüfung mit dem Ziel in l'Alpe d'Huez bevorsteht.

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