Alexander Walke von Werder Premen bestraft
Sieben Monate Sperre für deutschen Dopingsünder

Wegen Doping-Vergehens ist U 20-Junioren-Nationalspieler Alexander Walke vom SV Werder Bremen von der Disziplinarkommission des Fußball-Weltverbandes (Fifa) für sieben Monate gesperrt worden. Die Sperre für den 20 Jahre alten Torwart der Mannschaft aus der Regionalliga Nord gilt für alle nationalen und internationalen Pflicht- und Freundschaftsspiele. Außerdem erhielt Walke eine Geldstrafe von 6409 Euro.

HB ZÜRICH. Bei dem Torhüter waren während der Weltmeisterschaft im November/Dezember in den Vereinigten Arabischen Emiraten bei einem Urin-Test über dem Grenzwert liegende Spuren der verbotenen Substanz Tetrahydrocannabinol gefunden worden.

"Wir hoffen, dass er aus diesem großen Fehler endlich lernt. Alex kann jetzt auch beweisen, dass er diese schlimme Situation auch meistern kann", sagte am Dienstag ein Sprecher beim Bundesligisten Werder Bremen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird in dieser Angelegenheit kein weiteres Verfahren eröffnen. DFB-Justiziar Götz Eilers kommentierte die Entscheidung der FIFA: "Es ist ein ausgewogenes Urteil, das zwar eine spürbare Strafe beinhaltet, aber Walke die sportlichen Perspektiven nicht verbaut." Die Sperre dauert vom 9. Dezember bis 8. Juli 2004.

Der DFB hatte das Verhalten von Walke scharf verurteilt und gegenüber der FIFA den Vorfall bedauert. Vor und während der WM waren die Spieler von Seiten des Verbandes auf die international gültigen Doping-Regeln hingewiesen worden, so dass das Ergebnis des Doping- Tests bei Walke aus DFB-Sicht unverständlich war. Trainer Uli Stielike hatte den Fall hart kritisiert und mit dem Ende der Nationalmannschafts-Karriere gedroht. Walke hatte sich bereits unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorganges öffentlich entschuldigt: "Ich habe eine Riesendummheit begangen."

Der positive Befund hatte sich bei Walke, der in allen drei WM- Vorrungenspielen gegen Südkorea (0:2), USA (3:1) und Paraguay (0:2) eingesetzt worden war, in der Urin-Probe nach dem Spiel gegen die USA ergeben. Die verbotene Substanz Tetrahydrocannabinol gehört zu der Gruppe der Cannabis-Metabolite. Auf die Öffnung der B-Probe hatten der DFB und Walke anschließend verzichtet.

Der Ägypter Amir Azmy war bei dem Turnier positiv auf Nandrolon getestet worden; er wurde für 14 Monate gesperrt. Außerdem muss er 9637 Euro zahlen.

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