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Alitalia will 5 000 Stellen streichen - Gesellschaft wird aufgeteilt

Die angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia will fast ein Viertel ihrer insgesamt 22 000 Arbeitsplätze streichen, um aus den roten Zahlen zu kommen. Die Konzernspitze legte den Gewerkschaften am Montagabend einen Sanierungsplan vor, der neben dem Abbau von bis zu 5 000 Stellen auch die Aufteilung der Airline in zwei Teile vorsieht. Wie das Unternehmen am Dienstag bestätigte, sind von den Stellenkürzungen unter anderem 450 Piloten, 1 050 Flugbegleiter, 1 440 Wartungs-Mitarbeiter und fast 1 000 Beschäftigte des Bodenpersonals betroffen. Mit diesem Schritt sollen in den kommenden zwei Jahren rund 315 Mill. € eingespart werden.

dpa-afx ROM. Die angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia will fast ein Viertel ihrer insgesamt 22 000 Arbeitsplätze streichen, um aus den roten Zahlen zu kommen. Die Konzernspitze legte den Gewerkschaften am Montagabend einen Sanierungsplan vor, der neben dem Abbau von bis zu 5 000 Stellen auch die Aufteilung der Airline in zwei Teile vorsieht. Wie das Unternehmen am Dienstag bestätigte, sind von den Stellenkürzungen unter anderem 450 Piloten, 1 050 Flugbegleiter, 1 440 Wartungs-Mitarbeiter und fast 1 000 Beschäftigte des Bodenpersonals betroffen. Mit diesem Schritt sollen in den kommenden zwei Jahren rund 315 Mill. ? eingespart werden.

Durch die Aufspaltung in zwei Teile - AZ-Fly und AZ-Service - will das Unternehmen sein Kerngeschäft künftig von den übrigen Unternehmensbereichen trennen. Bis zum Jahr 2006 will die Alitalia wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen, bis 2008 soll die Gesellschaft mit Hilfe des Rettungsplans wieder deutlich in der Gewinnzone fliegen.

Die neun Gewerkschaften des italienischen Luftverkehrs reagierten gemischt auf die Präsentation des Sanierungsplans. Mehrere Arbeitnehmervertretungen kündigten bereits an, den Flugverkehr blockieren zu wollen, falls die Konzernspitze nicht einlenkt. "Alitalia und die Minister können nicht mit diesen Erpressungen und Drohungen weitermachen", hieß es.

Die italienische Regierung hatte zuletzt angekündigt, einen staatlich garantierten und kürzlich von Brüssel genehmigten Übergangskredit von 400 Mill. ? für das Unternehmen nur genehmigen zu wollen, falls bald eine Einigung erzielt wird. Ohne dieses Geld wird Alitalia nach eigenen Angaben innerhalb eines Monats vor dem Aus stehen. Die Gehälter könnten dann nur noch bis Ende September garantiert werden.

Die italienische Regierung hält derzeit noch 62 % an der Airline, will diesen Anteil jedoch demnächst auf unter 50 % senken. 2003 hatte die Gesellschaft einen Fehlbetrag von 519,7 Mill. ? verbucht. Allein im ersten Halbjahr 2004 häufte Alitalia einen Verlust von 330 Mill. ? an. Im Juli und August war der Marktanteil der Gesellschaft auf 45 % gesunken, gegenüber 66 % im Jahr 2002. Die Zahl der Passagiere ging im gleichen Zeitraum um elf Prozent zurück.

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