Alle Bereiche betroffen
Premiere kündigt Entlassungen an

Wegen der Verluste beim Pay-TV-Sender kündigte ein Premiere-Sprecher am Freitag Entlassungen an. Die wichtigsten Hausbanken der Kirch-Gruppe überlegen, sich in einer Rettungsaktion am Konzern zu beteiligen.

dpa MÜNCHEN/HAMBURG. Der Fernsehsender Premiere der hoch verschuldeten Kirch-Gruppe wird nach eigenen Angaben bei dem geplanten Stellenabbau nicht um Entlassungen herum kommen. «Es wird auch betriebsbedingte Kündigungen geben», sagte ein Premiere-Sprecher am Freitag in München. Der Stellenabbau von insgesamt rund 800 der 2 400 Stellen werde in sämtlichen Bereichen erfolgen. Dies habe Premiere - Chef Georg Kofler auch auf einer Betriebsversammlung bestätigt. Allein in Hamburg fallen mindestens 240 Stellen weg. Der Abbau solle aber nicht nur, wie zunächst bekannt geworden war, in den Call Centern, sondern in sämtlichen Bereichen und Schichten erfolgen.

Die Verluste bei Premiere gelten als Hauptursache für die Finanzkrise der Kirch-Gruppe. Um das Überleben der Kirch-Gruppe zu sichern, erwägen die wichtigsten Hausbanken der Kirch-Gruppe nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung», sich an dem Konzern zu beteiligen. Über eine Kapitalerhöhung sollen mehrere hundert Millionen Euro in das Unternehmen investiert werden, um den drohenden Konkurs abzuwenden, berichtet die «SZ» in ihrer Freitag-Ausgabe. Ein Sprecher der Kirch-Gruppe wollte sich nicht dazu äußern. «Das kommentieren wir nicht.» Bereits vor rund sechs Wochen waren Spekulationen aufgekommen, wonach die Banken einen Einstieg bei Kirch in Betracht ziehen.

Die Zeitung zitierte einen namentlich nicht genannten Konzern- Manager mit den Worten: «Unser Vorschlag an die Banken lautet, bei Kirch Media einzusteigen». Mehrere Banker hätten bestätigt, dass darüber verhandelt werde. Wenn die Banken sich untereinander einigten, «könnte es funktionieren», habe ein Spitzenbanker der Zeitung gesagt.

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