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Alle deutschen Damen draußen - Kohlschreiber weiter

Die Misere des deutschen Damen-Tennis hat sich bei den US Open nahtlos fortgesetzt, bei den Herren gab es dagegen einen Hoffnungsschimmer durch einen Sieg von Talent Philipp Kohlschreiber.

dpa NEW YORK. Die Misere des deutschen Damen-Tennis hat sich bei den US Open nahtlos fortgesetzt, bei den Herren gab es dagegen einen Hoffnungsschimmer durch einen Sieg von Talent Philipp Kohlschreiber.

Der Qualifikant aus Bamberg gewann in New York 6:1, 6:1, 6:4 gegen den Franzosen Julien Benneteau und feierte einen der größten Erfolge seiner noch jungen Laufbahn. Der 20-Jährige zeigte unter strahlend blauem Himmel eine tadellose Leistung gegen Benneteau, der als 82. im Champions Race derzeit 47 Plätze vor ihm eingestuft ist. In der nächsten Runde trifft Kohlschreiber auf den Spanier Feliciano Lopez oder den Franzosen Arnaud di Pasquale.

Als letzte von vier deutschen Starterinnen war Julia Schruff zuvor in der zweiten Runde ausgeschieden . Die Qualifikantin aus Augsburg verlor 1:6, 6:2, 2:6 gegen die Venezolanerin Maria Vento-Kabchi, die an Nummer 31 gesetzt ist. Bereits in ihren Auftaktspielen waren zuvor auch Anca Barna, Marlene Weingärtner und Anna-Lena Grönefeld gescheitert. Weingärtner hatte mit ihrem Achtelfinal-Einzug bei den French Open in diesem Jahr für den einzigen Lichtblick bei den vier Grand Slams gesorgt. Die Damen-Wettbewerbe bei Olympia fanden ohne deutsche Beteiligung statt.

US-Open-Debütantin Julia Schruff verabschiedete sich zumindest mit Anstand. Die 136. der Weltrangliste lag zwei Tage nach ihrem allerersten Sieg bei einem der vier größten Turniere bereits 1:6 und 0:2 zurück, ehe sie mit dick bandagiertem linken Oberschenkel eine kaum noch erwartete Aufholjagd startete. Im letzten Durchgang konnte die 22-Jährige aber nur noch bis zum 2:2 Paroli bieten. Als Trostpflaster blieb immerhin ein Preisgeld von 25 000 $.

Bei den Herren bestreitet noch Thomas Haas sein Auftaktspiel. Nicolas Kiefer gegen den Franzosen Cyril Saulnier und Florian Mayer gegen Andre Agassi (USA) absolvieren ein Tag später ihre Zweitrunden-Partien.

Serena Williams fiel beim zweiten Auftritt erneut mehr durch ihre extravagante Tennis-Kleidung auf als durch ihr Spiel, das sie ohne Probleme mit 6:4, 6:3 gegen Lindsay Lee-Waters aus den USA gewann. Mitfavorit Lleyton Hewitt aus Australien unterstrich nach zuletzt zwei Turniersiegen seine gute Form. Der US-Open-Champion von 2001 startete mit einem sicheren 6:1, 7:5, 6:4 über Dauerbrenner Wayne Ferreira aus Südafrika, der in Kürze seine Karriere beenden will. Der 32-Jährige bestritt in Flushing Meadows sein 56. Grand-Slam-Turnier nacheinander. Den Rekord in dieser Statistik hatte er schon in Wimbledon dem Schweden Stefan Edberg abgenommen.

Chiles Olympia-Held Fernando Gonzalez musste sich im Einzel anders als Doppelpartner Nicolas Massu schon verabschieden. Der Gewinner der Bronzemedaille verlor 4:6, 6:7 (3:7), 7:6 (7:4), 1:6 gegen den Schweden Robin Söderling.

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