Alle Mobilfunkanbieter wollen Handy-Subventionen einschränken
D2 Vodafone behauptet Marktführung vor Telekom-Dienst D1

Im Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden großen Mobilfunkanbieter in Deutschland behauptet D2 Vodafone mit hauchdünnem Vorsprung den ersten Platz vor dem Telekom-Dienst D1. Der Geschäftsführer der Mannesmann Mobilfunk GmbH, Jürgen von Kuczkowski, gab die Zahl der D2-Kunden am Donnerstag auf der Cebit in Hannover mit 20,7 Millionen an. T-Mobil hat nach Angaben vom Mittwoch zurzeit 20,6 Millionen Kunden.

ap HANNOVER. So heftig der Konkurrenzkampf der Mobilfunker auch ist, einig sind sich die Unternehmen in der Absicht, künftig die Subventionen für den Handy-Kauf zu verringern. Nach entsprechenden Ankündigungen von T-Mobil, E-Plus und Viag Interkom erklärte D2, dass die Subventionen in zwei Schritten - im Frühjahr und im Herbst dieses Jahres - abgebaut würden. Damit müssen Neukunden künftig mit höheren Preisen für die Telefongeräte rechnen. "Jetzt kommt die Zeit, den Kundenzuwachs in eine ausgewogene Relation zu den hohen Akquisitionskosten zu bringen", sagte von Kuczkowski und verwies darauf, dass der deutsche Mobilfunkmarkt mit über 50 Millionen Kunden weitgehend erschlossen sei.

Im Wettbewerb mit den anderen Anbietern setzt die vom britischen Konzern Vodafone übernommene Mannesmann Mobilfunk GmbH vor allem auf seine Internationalität. Das Vodafone-Netz bedient den Firmenangaben zufolge rund 80 Millionen Kunden in 30 Ländern. Das soll ab Mitte Juli den D2-Kunden ohne festen Kartenvertrag ("CallYa") zugute kommen, die dann ohne gesonderte Freischaltung im Ausland telefonieren können. Daneben wirbt Vodafone mit seiner internationalen Verfügbarkeit um Kunden in der Automobilindustrie. Kuczkowski verwies auf erste Partnerschaften mit Ford und Audi für den Einbau von Verkehrsinformationssystemen in deren Modelle.

Nach Rekordinvestitionen von mehr als 1 Mrd. Euro (1,95 Mrd. DM) will D2 Vodafone in diesem Jahr erneut einen Betrag in dieser Höhe in den Ausbau seiner Netze stecken. Diese sollen nicht nur dem künftigen Breitbandnetz mit dem UMTS-Standard, sondern auch dem bestehenden GSM-Funknetz zugute kommen. Von Kuczkowski verwies dabei auf die wachsende Nachfrage nach Datendiensten. Vor allem die Kurzmitteilung SMS habe sich im vergangenen Jahr explosionsartig entwickelt.

Bis zur Einführung von UMTS wirbt auch D2 verstärkt für die Nutzung des schnelleren Mobilfunkstandards GPRS, bei der die Internet-Verbindung nicht mehr nach Zeitdauer, sondern nach Datenmenge abgerechnet wird. D2 erwartet, dass bis Jahresende etwa eine Million Kunden ein GPRS-Handy besitzen.

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