Alle Sparten im Plus
GfK-Gruppe erhöht das Umsatzziel 2002

Die Marktforschungs-Gruppe GfK hat in den ersten neun Monaten 2002 bei einem Umsatzplus das Ergebnis kräftig gesteigert und zugleich die Umsatzprognose für das Gesamtjahr leicht erhöht.

Reuters NÜRNBERG. Die GfK habe trotz der schwierigen Wirtschaftsentwicklung per September einen guten Auftragseingang verzeichnet, teilte die im MDax gelistete Gesellschaft am Donnerstag in Nürnberg mit.

"Dementsprechend hat die GfK ihre Umsatzprognose für 2002 von 560 auf 568 Millionen Euro angehoben." Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) einschließlich Beteiligungen werde wie anvisiert bei rund 50 Millionen Euro liegen, was gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis ein Plus von rund 45 Prozent bedeute. Die GfK gehe angesichts ihrer internationalen Expansion davon aus, regionale Schwankungen im Geschäft ausgleichen zu können und sich damit weiter erfolgreich in einem schwierigen Umfeld behaupten zu können.

Die GfK-Aktie legte am Vormittag um 2,9 Prozent auf 14,30 Euro zu, während der MDax leicht schwächer tendierte.

Ergebnis steigt in neun Monaten auf 14.6 Millionen Euro

Von Januar bis September steigerte die GfK den Angaben zufolge das Konzernergebnis auf 14,6 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum 8,4 Millionen Euro verbucht worden waren. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei einschließlich eines Beteiligungsergebnisses von 2,8 (Vorjahr: 2,6) Millionen Euro auf 31,1 (24,0) Millionen Euro angestiegen.

Der Umsatz habe auf Neunmonats-Sicht - überwiegend bedingt durch Neukonsolidierungen - um 9,9 Prozent auf 404,8 Millionen Euro zugelegt. Das organische Plus habe bei 2,3 Prozent gelegen und damit das von Experten geschätzte Wachstum des Gesamtmarktes der Marktforschung übertroffen.

Um eine bessere Vergleichbarkeit zu schaffen, hat die GfK in den Vorjahreswerten vier Gesellschaften berücksichtigt, die die Gruppe nach US-GAAP nicht hatte konsolidieren müssen.

Alle Sparten im Plus

Trotz des schwierigen Umfelds hätten sich alle Bereiche zufrieden stellend entwickelt, hieß es weiter. Der wichtigste Bereich "Ad-hoc Forschung" (Dienste zur Produktentwicklung und-positionierung) habe den Umsatz um gut 15 Prozent auf 177,7 Millionen Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis sei auf 8,7 (4,7) Millionen Euro gewachsen. Im Bereich "Medien" wurde die GfK allerdings von der aktuellen Krise in der Branche getroffen. So stieg der Umsatz hier zwar um sechs Prozent, das Betriebsergebnis brach aber um 35 Prozent auf 4,1 Millionen Euro ein. Die Sparte "Consumer Tracking", die Einkaufsentscheidungen von Verbrauchern untersucht, erzielte nach neun Monaten mit 0,9 (minus 0,7) Millionen Euro wieder operativ schwarze Zahlen.

Hohe Zuwächse in Ost- und Nordeuropa

Die höchsten Umsatzzuwächse konnte die GfK den Angaben zufolge in den ersten drei Quartalen mit 23,8 Prozent in Zentral- und Osteuropa sowie mit 19 Prozent in Nordeuropa erzielen. In Deutschland, dem wichtigsten Markt ergab sich ein Plus von knapp sieben Prozent - organisch musste allerdings ein Rückgang hingenommen werden.

Die GfK kündigte an, die Kosten weiter zu senken und Personalerweiterungen restriktiv zu handhaben. Die Investitionen in den ersten neun Monaten 2002 halbierten sich den Angaben zufolge auf 48,1 (99,5) Millionen Euro.

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