"Alle Verträge müssen neu verhandelt werden"
Gerling rechnet mit Prämien-Verdoppelung bei Industrie-Versicherung

Der Kölner Gerling-Konzern rechnet mit einer drastischen Anhebung der Prämien bei den Industrie-Versicherungen. Vorstandsvorsitzender Jürgen Zech geht davon aus, "dass alle Verträge für das Jahr 2002 neu verhandelt werden müssen".

ddp/vwd DÜSSELDORF. Die Beiträge dürften dann "zwischen 50 und 100 Prozent steigen", sagte der Chef des marktführenden deutschen Industrieversicherers der "Wirtschaftswoche".

Die Industrieversicherer litten schon seit Jahren unter einem harten Wettbewerb und sehr geringen Margen, erläuterte Zech. Jetzt komme der Druck hinzu, den die Rückversicherer ausübten, weil sie künftig nur noch begrenzte Risiken übernehmen. Der Gerling-Konzern habe bereits vor den Terroranschlägen alle großen Verträge gekündigt, um mit den Kunden über neue Konditionen zu verhandeln. "Zwischen 1997 und 2000 sind die Prämieneinnahmen in der deutschen Industrieversicherung von 4,2 auf 1,9 Mrd. DM gefallen. Um solide arbeiten zu können, müssen wir mittelfristig wieder über den Wert von 1997 kommen", betonte Zech.

Auch private Versicherungen seien von Veränderungen im Haftpflichtbereich betroffen. "Ich erwarte Auswirkungen auf die Prämien von Wohn- und Gebäudeversicherungen. Außerdem zweifele ich daran, ob wir im Kfz-Bereich noch dauerhaft eine unbegrenzte Deckung gewährleisten können", fügte Zech hinzu.

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