Allein in Berlin 500 000 Zuschauer erwartet
Christopher Street Day stellt Expo in den Schatten

Zur ersten Parade waren 1979 in Berlin noch etwa 1500 Schwule und Lesben gekommen. 21 Jahre später hat der Christopher Street Day die Dimension eines Volksfestes angenommen.

dpa BERLIN. Mehr als eine halbe Million Menschen werden an diesem Samstag zum Christopher Street Day in Berlin erwartet. Unter dem Motto "Unsere Vielfalt zieht an!" wollen Schwule und Lesben aus ganz Deutschland durch die Hauptstadt ziehen, um für ihre Rechte zu demonstrieren. Auch in Köln und München werden Tausende Besucher erwartet.

Einen Tag vor dem Spektakel wurde bei den Verhandlungen der rot- grünen Regierungskoalition über eine möglichst weitgehende Gleichstellung von homosexuellen Lebensgemeinschaften mit Eheleuten ein Durchbruch erreicht. Homosexuelle Paare sollen sich danach künftig vor dem Standesbeamten das Ja-Wort geben können.

Eine Sprecherin der Veranstalter des Christopher Street Days äußerte sich aber skeptisch. Erst wenn das Gesetz im Bundestag beschlossen ist, werde man zufrieden sein, sagte Ute Zill. Mit dem Christopher Street Day wird an den Widerstand von Homosexuellen gegen eine Polizeirazzia in New York am 28. Juni 1969 erinnert. In Berlin wird der Tag zum 22. Mal gefeiert und fand ähnlich wie die Love Parade in den vergangenen Jahren erheblich mehr Zustrom. 1979 waren erstmals rund 1 500 Schwule und Lesben durch das damalige West-Berlin gezogen.

Die Hotels der Stadt seien zu 94 % ausgebucht, hieß es schon am Mittwoch bei der Tourismus Marketing GmbH. Die Polizei erwartet durch den Umzug Verkehrsbehinderungen und bat Autofahrer, den Bereich der Wegstrecke weiträumig zu umfahren.

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