Allensbach sieht kaum Veränderung
SPD legt laut Forsa kräftig zu

Die Meinungsforscher sind sich nicht einig, ob die Bundesregierung durch ihr Krisenmanagement bei der Hochwasser- Katastrophe tatsächlich Punkte bei den Wählern sammeln konnte. Nach einer Forsa-Umfrage konnte sich die SPD bei der Sonntagsfrage im Vergleich zur Vorwoche von 36 auf 38 % verbessern.

HB BERLIN. Dagegen sieht das Institut für Demoskopie Allensbach kaum Veränderungen. Allensbach verzeichnet nur plus ein Prozentpunkt für die SPD im Vergleich zur Umfrage unmittelbar vor dem Hochwasser.

Laut Forsa blieben die Werte der Union (40 %), der FDP (8), der Grünen (7) und der PDS (5) im Vergleich zur Vorwoche gleich. Damit hätten derzeit weder ein schwarz-gelbes Bündnis (48 %) noch eine rot-grüne Koalition (45) eine regierungsfähige Mehrheit, heißt es in der Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL.



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Das Institut befragte zwischen dem 19. und 24. August 3001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger in Ost und West. Die statistische Fehlertoleranz liegt zwischen plus/minus 2,5 Prozentpunkten.

Die Allensbach-Erhebung ergab bei der Sonntagsfrage für die Union 40,1 % (+ 0,4) der Zweitstimmen, alle anderen Parteien verlieren: FDP 11,6 % (- 1,2), Grüne 6,5 (- 0,2), PDS 5,1 (- 0,5). Spekulationen über eine mögliche politische Trendwende durch das Hochwasser wies Institutsleiterin Elisabeth Noelle-Neumann in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zurück. Dazu müssten derartige Ereignisse "auf ein gesellschaftliches Klima treffen, in dem dieser Trendwechsel bereits angelegt ist. Und das ist zurzeit nicht der Fall."

Die Grundstimmung sei weiterhin gegen die Bundesregierung gerichtet, schrieb Noelle. So habe sich der Anteil derer, die an einen Wahlsieg der Union am 22. September glauben, seit Jahresbeginn auf jetzt 50 % verdoppelt. Nur 17 % setzen demnach auf die SPD. Seit Mai kaum verändert würden es nun 41 % der Befragten gut finden, wenn die Bundesregierung wechseln würde, 31 % lehnen den Wechsel ab. Selbst in der Kanzlerfrage sei der Vorsprung von Amtsinhaber Gerhard Schröder (SPD) auf vier Punkte gegenüber Unionskandidat Edmund Stoiber zusammengeschmolzen (38 zu 34 %). Im April habe das Verhältnis noch 41 zu 26 % gelautet.

Für die Erhebung hatte das Institut zwischen dem 15. und 25 August 1 600 Menschen befragt. Fehlertoleranzen wurden nicht angegeben.

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