Allergiemittel-Umsatz rückläufig
Aventis steigert Gewinn

Der französisch-deutsche Pharmakonzern Aventis hat im ersten Quartal 2003 bei sinkendem Umsatz seinen Gewinn erhöht und damit die Analystenerwartungen leicht übertroffen.

Reuters PARIS. Der Gewinn je Aktie im ersten Vierteljahr sei auf 0,61 Euro von 0,54 Euro im Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte Frankreichs größter Pharmakonzern am Mittwoch in Paris mit. Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 0,60 Euro vorausgesagt.Der Umsatz des Unternehmens ging hingegen um 8,8 Prozent auf 3,97 Milliarden Euro zurück.

Seinen Netto-Gewinn für das erste Quartal bezifferte Aventis mit 485 Millionen Euro (Vorjahr 430 Millionen Euro). Die Analystenerwartungen lagen im Schnitt bei 470 Millionen Euro. Aventis bestätigte seine Prognose, der Gewinn je Aktie werde in diesem Jahr doppelt so stark steigen wie der Umsatz. Aventis ist aus dem Zusammenschluss des deutschen Chemie- und Pharmakonzerns Hoechst AG mit der französischen Rhone-Poulenc im Jahr 2000 hervorgegangen.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wurde die Geschäftsentwicklung durch die Auswirkungen veränderter Wechselkurse sowie einen geringeren Anstieg des Umsatzes bei dem Allergiemittel Allegra beeinflusst. Der starke Euro-Wechselkurs hat die Aventis-Produkte im Ausland verteuert und damit die Wettbewerbsbedingungen verschlechtert."Wie wir gestern bei Schering gesehen haben, sind die Aventis-Ergebnisse erheblich von den Wechselkursen beeinflusst worden, die zu Umsätzen geführt haben, die hinter den Prognosen zurückblieben", sagte ein Analyst. Aber auch in Europa seien die Umsätze schwach gewesen, insbesondere in Deutschland. Der Berliner Pharmakonzern Schering hatte am Dienstag einen Umsatzrückgang um knapp sieben Prozent auf 1,159 Milliarden Euro bekannt gegeben und dies auch auf den schwachen Dollar und Yen zurückgeführt.

Die Verkaufszahlen von Allegra hatten im vergangenen Jahr noch um 22 Prozent zugelegt. Im ersten Quartal 2003 lag das Umsatzplus bei Allegra aber lediglich bei 3,3 Prozent. Aventis steht im Wettbewerb mit dem US-Hersteller Schering-Plough, dessen Produkt Claritin im Gegensatz zu Allegra nicht verschreibungspflichtig ist. Die Umsätze mit dem Thrombosemittel Lovenox stiegen im ersten Quartal um 10,6 Prozent. Für das Gesamtjahr werde in den USA ein Umsatzwachstum für Lovenox von 15 Prozent erwartet. Die Zuwachsrate für Allegra werde hingegen voraussichtlich lediglich im einstelligen Bereich liegen.

Aventis kündigte einen Aktienrückkauf im Volumen von 1,0 Milliarden Euro an. Diese Entscheidung werde den Aktienkurs am Mittwoch positiv beeinflussen, sagte ein Händler in London.

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