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Alles im grünen Bereich

Zum Jahresende wollen sich die beiden New Yorker Börsenbarometer noch einmal von ihrer besten Seite zeigen. Am Mittag strahlen der Nasdaq Index und der Dow Jones Index in einem leuchtenden grün. Die wenigen Anleger, die zur Zeit arbeiten, sind in Einkaufsstimmung. Institutionelle Investoren versuchen ihre Portfolios zum Jahresende noch einmal aufzupeppen. Window dressing, nennen die Börsianer das Verhalten, das Bilanzbild möglichst günstig erscheinen zu lassen.

Abgesehen haben es Investoren besonders auf die sonst vernachlässigten Chip- und Kommunikationsausstatter-Aktien. Weiterhin beliebt sind defensive Papiere wie Finanz- und Pharmawerte. Aber auch in Ölaktien suchen viele Börsianer heute Zuflucht. JDS Uniphase und Qualcomm führen den Nasdaq Index an. JDS, die gestern und vergangene Woche abgestuft worden sind, werden heute günstig eingekauft. Auf den Einkaufslisten stehen auch die Entwickler von Internetmarktplätzen Ariba und Commerce One. Beide Werte befinden sich mit zehn Prozent im Plus.



Kursgewinne verbuchen können auch die im Augenblick gebeutelten Einzelhändler, die unter einer enttäuschenden Weihnachtssaison leiden. Goldman Sachs hat am Morgen die Gewinnerwartungen für die Einzelhändler Federated Department, Kmart, Sears, Target, Wal-Mart und Dillard gesenkt. Das Analystenhaus weist aber gleichzeitig optimistisch daraufhin, dass eine Senkung der US-Leitzinsen bei den Einzelhändlerwerten eine Rally auslösen könnte.



Hoffnungen, dass die ersehnte Zinssenkung durch die US-Notenbank größer ausfällt als erwartet, schürt die UBS Warburg. Das Brokerhaus schätzt, dass die Notenbank die Zinsen im Januar schon um 50 Basispunkte senkt. Insgesamt rechnen sie mit einer Reduzierung um 100 Basispunkte. Spekulationen zufolge könnte die US-Notenbank die Zinsen auf Grund der schwachen Wirtschaftslage bereits nach Veröffentlichung der nächsten Arbeitsmarktdaten senken.



Als Tagesverlierer rauscht Network Associates in die Tiefe. Der Hersteller von Sicherheitssoftware sprach gestern nach Handelsschluss eine Gewinnwarnung aus, die die Anleger nun mit fast 70 Prozent Verlust bestrafen. Die Prognosen für das vierte Quartal werden drastisch verfehlt. Gegenüber dem Vorquartal verbucht das Unternehmen nur noch ein Viertel des Gewinns. Der Ausfall entsteht vor allem aus einem veränderten Buchungsverfahren. Darüber hinaus muss das Unternehmen seine Chefetage auswechseln. Vier Top-Manager verlassen Network Associates.

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