Allfinanz-Aufsicht
Kommentar: Kultur gefragt

Jochen Sanio bezeichnet sich gerne als "Überzeugungstäter" in Sachen Allfinanz, Ernst Welteke hält von einer Allfinanz-Behörde überhaupt nichts. Eine schwierige Ausgangslage für die neue deutsche Allfinanzaufsicht, die am 1. Mai gestartet ist.

nw DÜSSELDORF. Denn beide Bosse - Sanio als Chef der Aufsicht, Welteke an der Bundesbank-Spitze - müssen in der Bankenaufsicht künftig eng zusammenarbeiten. Dabei sind Weltekes Argumente nicht von der Hand zu weisen: Allfinanz ist in aller Munde; doch wirkliche Allfinanzkonzerne gibt es wenige. Bank- und Versicherungsprodukte verschmelzen; doch braucht man deshalb eine neue Superbehörde?

Wichtig ist, dass kompetente Spezialisten ihr Wissen und ihre Erfahrungen effizient bündeln. Das verlangt eine Aufsichtskultur aus einem Guss, keine eifersüchtigen, kleinkarierten Machtkämpfe. Doch die wird es beim Zusammenwachsen der drei Aufsichtssäulen und der Aufseher in der Bundesbank geben. Bis sie begraben sind und die erhofften Synergien der neuen Behörde greifen, wird es lange dauern.

Quelle: Handelsblatt

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