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IOC-Präsident Rogge lässt seine Zukunft offen

Die Amtszeit von IOC-Präsident Jacques Rogge läuft im Oktober 2009 aus. Ob der Belgier sich erneut wählen lässt, macht der 65-Jährige auch vom Erfolg der Spiele in Peking abhängig.

IOC-Präsident Jacques Rogge will sich nach den Olympischen Spielen Zeit nehmen, um über seine Zukunft zu entscheiden. "Erst werde ich nach Hause fahren, meinen Berg von Post bearbeiten, dann mache ich Urlaub, kehre zu den Paralympics nach Peking zurück und bin ab Oktober wieder in Lausanne (Hauptsitz des IOC, d. Red.), um dort in den Alltag zurückzufinden", sagte der 65 Jahre alte Belgier der Nachrichtenagentur AFP.

Seine im Sommer 2001 begonnene Amtszeit läuft nächstes Jahr aus, im Oktober 2009 stünde auf der IOC-Session in Kopenhagen seine Wiederwahl für vier Jahre auf dem Programm.

Rogges Entscheidung hängt auch vom Erfolg der Spiele in Peking ab

Rogge hatte stets betont, mitentscheidend für seinen Entschluss sei der Erfolg der Spiele von Peking, die auf organisatorischer Seite bisher reibungslos abliefen. Dafür mussten das Internationale Olympische Komitee (IOC) und speziell Rogge im Vorfeld heftige Kritik für sein Schweigen zur Tibet-Frage und der Menschenrechtssituation in China einstecken. Unmittelbar vor dem Auftakt am 8. August geriet das IOC dann wegen Chinas Internetzensur unter Beschuss.

"Die Spiele in Peking werden meine Entscheidung beeinflussen, aber nicht mehr als Salt Lake City 2002, Athen 2004 und Turin 2006", erklärte der ehemalige Segler, der seit 1991 IOC-Mitglied ist und dreimal als Aktiver an Olympia teilnahm. Aus seiner Sicht sind bisher alle Beteiligten mit dem Verlauf der Spiele in Peking zufrieden: die Athleten, die Noks, die internationalen Verbände.

Wenn sein Entschluss feststeht, werde er erst die IOC-Mitglieder informieren und dann die Öffentlichkeit, so Rogge. Er war am 16. Juli 2001 in Moskau zum Nachfolger des Spaniers Juan Antonio Samaranch gewählt worden.

© SID

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