Allianz-Aktie zieht Aktienindex ins Plus
Dax beendet Talfahrt

Am deutschen Aktienmarkt ging es am Donnerstag aufwärts. Die Allianz erfreute die Anleger mit einer guten Gewinnprognose für 2002. Außerdem weckte der Anstieg der Auftragseingänge Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung. Schwächer tendierten hingegen Automobilwerte.

FRANKFURT/M. Trotz eines erheblichen Gewinneinbruchs im vergangenen Jahr konnten die Aktien des Versicherungsriesen Allianz (+6,75 %) deutlich zulegen. Die Aussicht auf kräftige Gewinne im laufenden Geschäftsjahr hatten dem Kurs Auftrieb gegeben. In Sog der Allianz gewannen auch Münchener Rück (+5,4 %).

Bevor die Nachrichten von der Allianz die Aktienmärkte beflügelten, lag der Deutsche Aktienindex (Dax) weit unterhalb des Schlussstandes von Mittwoch. Anschließend kletterte er über die Marke von 4 800 Punkten und ging mit einem Plus von 1,2 % bei 4 863 Punkten aus dem Handel.

Nicht nur der Allianz-Ausblick gab dem Markt einen Aufwärtsschub. Auch die erfreulichen Daten über die Auftragseingänge im Dezember nährten Hoffnungen auf einen baldigen Aufschwung. Auf den angekündigten Rücktritt von EZB - Präsident Wim Duisenberg im Juli 2003 reagierten die Aktienmärkte kaum. Der Rücktritt vor Ende seiner Amtszeit sei schon lange bekannt gewesen und konnte daher keinen überraschen, hieß es bei den Händlern.

Schwächer notierten allerdings die Autotitel. Zwar hatte Daimler Chrysler einen Absatzrekord für Januar mitgeteilt, doch die Aktien verloren gut 1,1 %. "Die Aussichten für die kommenden Monate sind einfach zu schlecht. Wir haben den Konzernausblick vom Mittwoch als Gewinnwarnung interpretiert", sagte ein Aktienhändler in München. Kurzfristig werde der Kurs noch deutlich unter 42 absacken.

Die Verluste von VW führten Händler dagegen auf Gewinnmitnahmen zurück. Auch bei Linde und Henkel , die ebenfalls einbüßten, habe es keine fundamentalen Nachrichten gegeben. "Es sind einfach andere Segmente gefragt", sagte ein Frankfurter Händler.

Ebenfalls auf der Verliererseite waren Bayer zu finden. "Auch hier gibt es keine Nachrichten, die das erklären", sagte ein Händler. Die Aktie sei bereits seit mehreren Tagen unter Druck. Der Händler vermutet, dass sich US-Investoren von dem Papier trennen: "Es ist schon auffällig, dass Bayer so viel stärker verlieren als die US-Konkurrenten".

Erfreuliche Geschäftszahlen hatten am Donnerstag auch Adidas-Salomon vorgelegt. Die Aktie konnte davon allerdings nicht davon profitieren. Einige Bankhäuser stuften das Papier sogar herunter. Merck Finck etwa bewertet die Aktie nur noch als "durchschnittlich" nach zuvor "überdurchschnittlich". Das Institut bezweifelt, dass der Sportartikelhersteller in diesem Jahr ähnlich gute Zahlen aufweisen wird wie 2001.

Die mittelgroßen Werte im MDax konnten nicht von den positiven Vorgaben des Dax profitieren und verloren 0,6 %. Die Papiere von Celanese wurden kräftig gebeutelt, nachdem der Chemiekonzern die Anleger mit schwachen Geschäftszahlen enttäuschte. Die Börsen in Berlin und München schlossen gut behauptet. Bremen, Hannover, Düsseldorf und Stuttgart tendierten etwas leichter. Hamburg präsentierte sich knapp behauptet.

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