Allianz einziger Dax-Wert im Plus
Dax setzt Talfahrt fort

Die Deutschen Börsen sind am Montag mit Kursverlusten in die Woche gestartet. Spekulationen über die Finanzkraft einiger Unternehmen und die Sorge vor weiteren Kursverlusten in den USA drückten den Dax bis zum frühen Abend um 2,08 % auf 2 658 Punkte.

HB/dpa FRANKFURT. Am Neuen Markt rückt der Nemax 50 immer näher an die Marke von 300 Punkten. Am frühen Abend stand der Auswahlindex um 2,89 % im Minus bei 308,71 Punkten - knapp oberhalb des zuvor markierten Allzeittiefs von 308,35 Zählern. Der MDax mit den 70 mittleren Werten fiel um 1,73 % auf 2 794 Punkte.

Als einziger Dax-Wert befand sich die Allianz-Aktie im Plus. Sie legte 0,13 % auf 79,35 ? zu. Vorstandschef Schulte-Noelle hatte zuvor bekräftigt, dass keine Kapitalerhöhung geplant sei. Der Chef der Tochter Allianz Leben hält seine Reserven für ausreichend, um Ansprüche der Kunden zu erfüllen. Auch die Aktien anderer europäischer Versicherer - etwa die der französischen AXA SA - konnten sich gegen den Abwärtstrend stemmen.

Bankwerte mussten dagegen europaweit Kursverluste hinnehmen. Händler verwiesen darauf, dass die Schweizer Großbank Credit Suisse in der vergangenen Woche für das dritte Quartal einen deutlichen Verlust im Versicherungsgeschäft angekündigt hatte. Neben Gerüchten über weitere "Gewinnwarnungen" wurde über Liquiditätsprobleme der Commerzbank spekuliert. Der Aktienkurs des Traditionsinstituts wurde dadurch allen Dementis der Unternehmensführung zum Trotz um 10,07 % auf 5,45 ? nach unten geschickt. Die Papiere der Hypo-Vereinsbank verloren 7,49 % auf 11,86 ?. Deutsche Bank gaben 5,32 % auf 39,53 ? ab. Auch an der Wall Street gaben die Finanztitel nach.

MLP-Aktien verloren zeitweise 20 % nach einer Serie von Medienberichten über angebliche Bilanzkosmetik bei dem Heidelberger Finanzdienstleister. Zum Abend waren die Anteilsscheine mit minus 11,29 % auf 6,13 ? das DAX-Schlusslicht.

Infineon zählten mit minus 6,14 % auf 5,35 ? zu den großen Kursverlierern. Die Investmentbank Merrill Lynch hatte ihre Prognose für den Verlust des Chipherstellers im soeben abgelaufenen Quartal von 0,15 auf 0,17 Cent pro Aktie erhöht. Der zuständige Analyst Andrew Griffin begründete dies mit der schwachen Preisentwicklung bei SDRAM-Speicherchips. Diese stünden immer noch für 60 % des Gesamtumsatzes von Infineon.

Die Papiere des Walldorfer Softwareherstellers SAP verloren 0,86 % auf 41,60 ?. SAP-Partner Commerce One hatte angekündigt, im kommenden Quartal 400 von derzeit 1100 Stellen zu streichen. "Das zeigt auch, dass die Lage für SAP in den USA nicht gerade rosig ist", sagte ein Händler einer ausländischen Großbank.

Der Rentenmarkt war fester. Der Rex gewann 0,20 % auf 116,71 Punkte. Der Bund Future zog um 0,21 % auf 112,44 Punkte an. Die Umlaufrendite fiel auf 4,09 (Freitag: 4,13) Prozent. Der Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,9808 (Freitag: 0,9865) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0196 (1,0137) Euro.

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